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Israel wird von heftigen Unwettern heimgesucht – Video

JERUSALEM, 13.03.2020 (DK) – Israel soll bis Samstag von heftigen Unwettern heimgesucht werden. Ein Sturm zog in der Nacht zum Freitag mit einer Windgeschwindigkeit von 100 km/h durch das Land und sorgte für Überschwemmungen. Die israelischen Behörden warnten, dass Eilat aufgrund von Sturzfluten in der Negev-Wüste für einige Tage abgeschnitten werden könnte. Zudem kann es zu Stromausfällen in ganz Israel kommen. Im jüdischen Staat sterben jedes Jahr mehrere Menschen aufgrund von Überflutungen. Diesen Winter machte der Tod eines jungen Paares in Tel Aviv, welche in dem Aufzug einer Tiefgarage ertranken, weltweit Schlagzeilen. 

Sturmtief wütet in israelischer Küstenregion

Das Nachbarland Ägypten kündigte an, dass Schulen und Universitäten aufgrund der Sturmgefahr geschlossen werden sollen. Am schlimmsten betroffen wird voraussichtlich die israelische Küstenregion sein. Die Windgeschwindigkeit beträgt momentan in etwa das Doppelte der eines normalen Wintersturms. Zudem bringt der Wind viel Staub aus den Wüstengebieten Nordafrikas mit sich, sodass die Sicht im Sturmtief auf etwa 20 Meter eingeschränkt ist. Autofahrer sollten in den nächsten Tagen also Vorsicht walten lassen. Die beiden Hauptstraßen nach Eilat, Route 90 und 40, bleiben über das Wochenende geschlossen. 

„Die Gefahr von Überschwemmungen ist in den Städten am höchsten, vor allem in Eilat, Beerscheba und Städten im westlichen Negev, wie zum Beispiel Aschkelon, Netivot, Rahat und Sderot“, so die Behörden. Die stärksten Regenfälle werden am Freitag in Jerusalem und im zentralen Westjordanland erwartet, wobei Überschwemmungen in der gesamten Region zu erwarten sind. Am Freitagabend soll die Geschwindigkeit des Sturms voraussichtlich wieder nachlassen. 

See Genezareth verzeichnet höchsten Wasserpegel seit 2013

Die heftigen Regengüsse sorgen in Israel jedoch auch für freudige Aufregung: Der besonders regenreiche Winter sorgte dafür, dass der See Genezareth den höchsten Wasserpegel seit 2013 erreicht hat. Da in der Region Wassermangel herrscht, ist Israels Landwirten diese regenreiche Saison sehr willkommen. Bisher gelingt es Israel sehr gut, die knappen Regenwasservorräte durch effektives Management und das leistungsfähige Recyclingsystem optimal zu nutzen. Im vergangenen Jahrzehnt hat der jüdische Staat durch seine hochentwickelte Wassertechnologie sogar die globale Vorreiterrolle eingenommen.

Bild: Überschwemmungen in der Stadt Nahariyya im Norden Israels im Januar 2020. Quelle: Noam Falakasa/TPS

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Der Sturm ist in Eilat an der Südspitze Israels angekommen. Video: Lior Bornshtain

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