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Gehen Israel die Medikamente aus? Der Apothekerverband warnt vor Knappheit

JERUSALEM, 09.11.2022 (LS) – Der israelische Apothekerverband hat in einem Schreiben an Gesundheitsminister Nitzan Horowitz und den Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Prof. Nachman Ash, vor einem gravierenden Mangel an Arzneimitteln gewarnt. Es handele sich unter anderem um Ritalin, Medikamente zur Behandlung von Herz- und Blutgefäßproblemen und Medikamente zur Behandlung von Hautproblemen.

Wo liegt das Problem?

„Der Mangel hat verständlicherweise eine Reihe von Gründen: COVID-19, der Krieg in der Ukraine, die weltweite Beschäftigungskrise und die Wirtschaftskrise“, erklärte David Pepo, der Vorsitzende des Apothekerverbands.

„Hinzu kommen schwere Störungen in den Verteilungssystemen der Medikamente innerhalb Israels, die mit Personalmangel, Fehlfunktionen, hohen Verteilungskosten und vielen anderen Gründen unterschiedlicher Art einhergehen“, so Pepo.

Weiterhin führt der Mangel an Medikamenten dazu, dass generische Ersatzstoffe ebenfalls seltener werden. Zu den betroffenen Ersatzstoffen gehören Clonex, Paracetamol, Muscol, Nexin, Etofen und Strepsils.

Was kann getan werden

„Es besteht kein Zweifel daran, dass eine Verschlimmerung des Phänomens ohne das sofortige Eingreifen des Gesundheitsministeriums gegenüber den Lieferanten und Händlern, um Lösungen zu formulieren, und vor dem Hintergrund der globalen wirtschaftlichen Situation, unvermeidlich ist“, erklärten die Apotheker.

Es liegt also vor allem am Gesundheitsministerium, eine Lösung für die Medikamentenknappheit zu finden. Da zurzeit über eine neue Regierungskoalition verhandelt wird, wäre es ein guter Zeitpunkt, einen engagierten und erfahrenen Minister an die Spitze dieser Institution zu setzen, der die nötigen Reformen im Gesundheitswesen durchführen kann.

Titelbild: Könnten Patienten in Israel bald keine Medikamente mehr erhalten? Foto: David Cohen/Flash 90

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