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Jerusalem-Tag – großes Polizeiaufgebot soll für Sicherheit sorgen

JERUSALEM 05.06.2024 (LS) – Die alljährliche Flaggenparade zum Jerusalem-Tag, die für den heutigen Mittwochnachmittag angesetzt ist, wird trotz des Gazakrieges auf ihrer traditionellen Route verlaufen: vom Zentrum Jerusalems zur Klagemauer über die historischen Alleen der Altstadt.

Wegen der angespannten Situation wird die Polizeipräsenz in der Hauptstadt deutlich erhöht. “Zahlreiche Beamte werden vor und während der Flaggenparade im Einsatz sein. Die Polizei wird daran arbeiten, die Menschenmenge zu sichern und den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr in der Gegend zu regeln, insbesondere in der Nähe der Altstadt”, so die israelische Polizei in einer Erklärung.

Mehr als 3.000 Polizeibeamte des Jerusalemer Distrikts, der Grenzpolizei, zusätzliche Verstärkung und Freiwillige werden in der ganzen Stadt im Einsatz sein.

Spannungen erwartet

Letztes Jahr versammelten sich etwa 50 000 Israelis zum Fahnenmarsch am Jerusalem-Tag, und die Polizei war den ganzen Tag über im Einsatz, um Handgreiflichkeiten zwischen Juden, Arabern und der Polizei zu unterbinden, die vor allem im muslimischen Viertel der Altstadt ausbrachen. Dieses Jahr sind die Spannungen im Schatten des andauernden Krieges zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen noch stärker.

“Die Vorbereitungen der Polizei werden sich auf die Zufahrtswege zum Gelände des Propheten Samuel konzentrieren, mit verstärkter Polizeipräsenz in diesem Gebiet, um die Sicherheit und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zu gewährleisten und den Verkehr zu lenken. Auf diese Weise soll die Ankunft der Öffentlichkeit erleichtert und ein Verkehrsstau am Eingang des Geländes vermieden werden”, erklärte die Polizei.

Weitere Veranstaltungen

Zu den Veranstaltungen neben der Flaggenparade gehören die Gedenkfeier für äthiopisch-jüdische Einwanderer, die Staatszeremonie am Munitionshügel und die Wallfahrt Shmuel HaNavi, bei der die Teilnehmer zum Grab des Propheten Samuel im Norden der Stadt marschieren und dabei mehrere arabische Stadtteile durchqueren.

Bereits um 7.30 Uhr begann der Tag mit Gebeten an der Klagemauer. An den feierlichen Gebeten nahmen der aschkenasische Oberrabbiner David Lau sowie Schüler und Studenten aus ganz Israel teil.

Die Versammelten beteten für die Genesung der Verletzten, die baldige Rückkehr der Geiseln und für den Erfolg und Sieg der israelischen Armee in ihrem Krieg gegen Israels Feinde.

Titelbild: Viele Schulen kommen mit ihren Studenten nach Jerusalem, um die Stadt zu feiern. Foto: Alana Perino / Flash 90

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