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Nach Drohnenangriff auf Tel Aviv: Israel fliegt Angriffe auf einen Hafen im Jemen

JERUSALEM 21.07.2024 (LS) – Als Antwort auf den Drohnenangriff in Tel Aviv in der Ben-Yehuda-Straße an der Ecke Shalom Aleichem in der Nähe des US-Konsulats am Freitagmorgen griff die israelische Armee (IDF) einen von den Huthi-Rebellen kontrollierten Hafen im Jemen an. Die Huthi hatten sich nach der Drohnenexplosion zu dem Angriff bekannt.

Bei der Durchsuchung durch die Rettungskräfte wurde in einer Wohnung in der Nähe des Explosionsortes die Leiche eines Mannes mit Schrapnellspuren gefunden, der später als Jewgeni Perder, 50, identifiziert wurde. Zehn Personen wurden nach Angaben israelischer Medien mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Die israelische Armee erklärte später, ein menschlicher Fehler habe die Drohne so weit in den israelischen Luftraum eindringen lassen.

Israels Antwort

Israelische Kampfjets haben am Samstagabend etwa zehn Luftangriffe auf militärische Ziele der Huthi in der Nähe des Hafens von Hodeida im Jemen geflogen. Laut Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dient dieser der Huthi-Miliz als Ziel für iranische Waffenlieferungen. 

Die israelische Luftwaffe griff Ölraffinerien in der jemenitischen Stadt Hodeida sowie Einrichtungen der jemenitischen Luftwaffe an, um den Transport iranischer Waffen in den Jemen zu stören. Die Angriffe töteten und verletzten Berichten zufolge Dutzende von Menschen.

Die IDF betonte, diese Angriffe seien als Reaktion auf die „Hunderte von Angriffen“ gegen Israel seit dem 7. Oktober durchgeführt worden.

Seit Beginn des Krieges gegen die Hamas am 7. Oktober 2023 hatte sich Israel entschieden, nicht auf die Angriffe der jemenitischen Huthi auf Eilat und das Rote Meer zu reagieren. In dieser Zeit wurden rund 200 Drohnen und Marschflugkörper auf Israel und auf Schiffe, die im Roten Meer in Richtung Israel fahren, abgeschossen.

Eskalation?

Eine Antwort der Huthi-Rebellen auf Israels Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Ein hochrangiger Huthi-Offizier erklärte am Samstagabend gegenüber N12: „Es besteht kein Zweifel daran, dass die Antwort auf die israelische Aggression stark und gezielt sein wird. Unsere Streitkräfte verfügen über eine große Anzahl von Zielen innerhalb und außerhalb des israelischen Staatsgebildes, zusätzlich zu unseren Streitkräften, die den Gazastreifen weiterhin unterstützen werden, indem sie tief im Inneren Israels angreifen, mit militärischen und maritimen Operationen.“

Das israelische Verteidigungssystem Arrow 3 hat am Sonntagmorgen eine Boden-Boden-Rakete abgefangen, die sich Israel vom Jemen aus genähert hatte, teilte das israelische Militär kurz darauf mit. Das Projektil drang nicht in israelisches Gebiet ein.

Die vom Iran unterstützten Huthi behaupteten am Sonntagmorgen, „mehrere“ ballistische Raketen Richtung Eilat gefeuert zu haben. In Eilat ertönten wegen herabfallender Granatsplitter Sirenen.

Titelbild: Israelische Sicherheitskräfte sammeln Material am Tatort der Drohnenexplosion in Tel Aviv. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90

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