
Huthi-Rebellen drohen mit Ausweitung ihrer Angriffe
JERUSALEM 25.07.2024 (LS) – Seit dem 7. Oktober greift die jemenitische Huthi-Miliz Schiffe im Roten Meer an, die auf irgendeine Weise mit Israel in Verbindung stehen. Nach einer Drohnenattacke auf Tel Aviv, bei dem ein Israeli getötet wurde, antwortete Israel mit einem Angriff auf den Hafen von Hodeidah im Jemen.
Der israelische Vergeltungsangriff war als feurige Botschaft an die Terrorgruppe gedacht. Experten zufolge könnte Israel den Huthi-Rebellen jedoch die Legitimität verschafft haben, nach der sie seit langem suchen, was sie dazu veranlasst, ihre Angriffe auf Israel und Schiffe in der Region zu verstärken.
Huthi drohen mit Eskalation
Seit dem Angriff haben Huthi-Vertreter eine „gewaltige“ Antwort auf den israelischen Schlag versprochen, und am Sonntag schoss die Gruppe eine ballistische Rakete auf Israel ab, die abgefangen wurde. Am selben Tag hielt der Anführer der Gruppe, Abdul Malek Al-Houthi, eine Fernsehansprache, in der er sagte, er sei „sehr glücklich“ darüber, dass die Gruppe nun in einen direkten Kampf mit Israel und den Vereinigten Staaten verwickelt ist.
„Die israelische Aggression gegen unser Land wird zu einer größeren Eskalation unserer Operationen gegen dieses Land und zur Entwicklung unserer Fähigkeiten beitragen, und der Feind wird verlieren und mehr Gefahren auf sich nehmen“, erklärte er.
Erweiterung der Angriffsziele
Die Huthi-Rebellen hatten am Dienstag damit gedroht, ihre Liste der Angriffsziele zu erweitern. Sie haben angeblich in Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedern der so genannten Widerstandsachse der vom Iran unterstützten paramilitärischen Gruppen im Libanon, im Irak und in Syrien geplant, die israelischen Mittelmeerhäfen Aschdod, Aschkelon und Haifa sowie den Hafen von Eilat am Roten Meer anzugreifen.
Auch die israelischen Gasfelder im Mittelmeer stehen Berichten zufolge im Fadenkreuz der Huthi, ebenso wie Öltanker, die Treibstoff aus Aserbaidschan und Kasachstan über das östliche Mittelmeer nach Israel transportieren.
Die Huthi planen angeblich auch, Angriffe auf den Seehandel im Mittelmeer und im Indischen Ozean durchzuführen. Berichten zufolge will die Rebellengruppe mit Langstreckengeschossen den „feindlichen Seehandel“ angreifen, der in Richtung Kap der Guten Hoffnung entlang der afrikanischen Küsten verläuft.
Die internationale Gemeinschaft hat bis jetzt auf die Angriffe der Huthi im Roten Meer lediglich mit Abschüssen ihrer Raketen und Drohnen geantwortet.
Titelbild: Ein Kriegsschiff patrouilliert vor der Küste Eilats im Roten Meer. Foto: Flash90