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Noa Argamani reist mit Netanjahu nach Washington und gerät unter heftige Kritik seiner politischen Gegner

JERUSALEM 24.07.2024 (LS) – Linke Journalisten haben die gerettete Geisel Noa Argamani und ihren Vater Yaakov scharf kritisiert, nachdem sich die beiden der Delegation des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Washington angeschlossen hatten.

Der Delegation gehören mehrere Verwandte von Geiseln sowie freigelassene oder gerettete Geiseln an.

Noa war eine der Vorzeigegeiseln, deren Schicksal besonders im Rampenlicht stand, da ihre schwerkranke Mutter gerade noch lange genug lebte, um sie nach ihrer Befreiung ein letztes Mal zu sehen.

Linke Journalisten sind empört

Obwohl sich alle einig sind, dass die Geschichten der Geiseln weltweit gehört werden müssen, sind manche Geiselfamilien und Medienvertreter der Meinung, dies dürfe keine politischen Punkte für Benjamin Netanjahu einbringen. Als Noa trotzdem mit Netanjahu nach Washington flog, waren einige Journalisten sehr erbost.

Der linke Journalist Uri Misgav schrieb: „Noa Argamani und ihr Vater sollten sich schämen, dass sie zugestimmt haben, als Dekoration auf dem Flug dieses verrückten und lächelnden Paares zu dienen. Dies ist eine Peinlichkeit sondergleichen. Vor allem für das verrückte Paar, das sie entführt und benutzt hat, aber auch für sie selbst.“

Der ebenfalls linke Journalist Dan Margalit fügte hinzu: „Ich schließe mich Uri Misgav an, das ist eine Blamage für Noa Argamani und ihren Vater, dass sie aus freien Stücken als Dekoration für Netanjahus Auftritt in Washington dienen.“

Kein Mitgefühl?

Es gibt jedoch auch Medienleute, deren moralischer Kompass nicht durch den Hass auf Netanjahu unbrauchbar geworden ist.

Die Fernsehmoderatorin Ayala Hasson reagierte ebenfalls auf die Kommentare der Linken und schrieb: „Noa Argamani, meine Liebe, du bist nicht allein. Ich unterstütze dich. Du hast in der Gefangenschaft der Hamas die Hölle erlebt. Sprich darüber mit der Welt, die es bereits geschafft hat, zu vergessen. Sag der Welt, dass es andere wie dich gibt, die dort in Gefangenschaft gehalten werden. Ignoriere die kranken Menschen, die kein Mitgefühl haben, die es wagen, dich anzugreifen“.

Der Analyst Avraham Grinzweig schrieb über die zwei linken Journalisten: „Es ist okay. Wir haben genug Mitleid für das, was aus euch beiden geworden ist.“

Gedenken an Itai Svirsky

Noa gedachte am Dienstag in sozialen Medien der Geisel Itai Svirsky, der in der Gefangenschaft an ihrer Seite war, bis er von Hamas-Terroristen ermordet wurde.

„Ich danke dir für die Tage, an denen ich Angst hatte und du immer zu mir sagtest: ‘Ich bin bei dir.‘ Aber ich bin hier bei dir. Du bist seit 191 Tagen nicht mehr bei mir, und es ist immer noch unfassbar, dass unschuldige Menschen ermordet werden“, schrieb sie auf Instagram.

„Alles, was ich noch zu sagen habe, ist Danke. Danke, dass du die ganze Zeit an meiner Seite warst, dass du dir meine Ängste angehört hast, dass du einfach da warst. Ich verspreche dir, dass du immer ein Teil von mir sein wirst, dass ich dich nie vergessen werde und dass ich mein Bestes tun werde, um dir ein angemessenes Begräbnis zu geben. Wenn du nur wüsstest, wie sehr wir dich alle lieben.“

Titelbild: Noa Argamani in einer Videobotschaft während einer Kundgebung für die Freilassung der israelischen Geiseln. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90

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