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Unwetteralarm in Israel – Regen und Überschwemmungen sorgen für Winterchaos

JERUSALEM, 20.11.2024 (NH) – Massive Regenfälle haben in Israel zum alljährlichen Winterchaos geführt. Nach Angaben des israelischen Wetterdienstes handelt es sich um die größte Niederschlagsmenge in einem solchen Zeitraum seit Beginn der Messungen. Auch die Regenmenge, die allein in zweieinhalb Stunden auf den jüdischen Staat niederprasselte, stellte mit 159 mm einen neuen „Allzeit-Regen-Rekord“ auf. Die Wassermassen überschwemmten Schulen, Wohnhäuser, Parkplätze und Autobahnen.

Schule und Autobahn unter Wasser

Der israelische Wetterdienst hat am Dienstag eine Rekordregenstatistik veröffentlicht. Allein in Zichron Yaakov wurden in nur vier Stunden 196 mm gemessen. Nach Angaben der israelischen Meteorologen wäre dies ein absoluter Rekord seit Beginn der Messungen. Die massiven Regenfälle sorgten jedoch vor allem im Zentrum des Landes schnell für Chaos. Aufgrund der ungewöhnlichen Regenmengen musste die Maagan-Michael-Schule in der Ha’Carmel Beach Region evakuiert werden, da das Schulgelände schlichtweg überflutet war. Die Schulleitung informierte die Eltern, dass „die extreme Situation nicht nur das Lernen der Schüler erschwert, sondern auch die Aktivitäten des Erziehungs- und Lehrpersonals erheblich einschränkt“. Die Schule organisierte frühzeitig Transportmittel, um die Schulkinder sicher in ihre Gemeinden zurückzubringen.

Der Stadtrat von Ha’Carmel Beach erklärte, dass „die außergewöhnlich großen Wassermengen eine Belastung für die Entwässerungssysteme darstellten und den Regenfällen nicht standhalten konnten“.

Zur gleichen Zeit wurde die Küstenstraße (Autobahn 2) in Richtung Süden am Autobahnkreuz Zichron Yaakov von der israelischen Polizei wegen Überschwemmungen für mehrere Stunden gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet und es kam zu erheblichen Staus in der Region.

Landesweite Rekordniederschläge

Weitere Rekordniederschläge wurden in Akko mit 116 mm, in Kfar Shmaryahu mit 87 mm und in Jaffa mit 23 mm gemessen. Der Wetterdienst warnte zudem vor Überschwemmungen an den südlichen und östlichen Flüssen und gab eine orangene Warnung für gefährliches Baden im Meer und eine gelbe Warnung für Bergnebel heraus.

Das Regenchaos hat auch den Pegel des Sees Genezareth auf etwa 211,25 Meter unter dem Meeresspiegel ansteigen lassen. Damit liegt er aber immer noch etwa 2,45 Meter unter der oberen roten Linie. Mit Beginn der Winter- und Regenzeit beginnen die Pegel der Flüsse und des biblischen Sees jedoch allmählich zu steigen.

Für den heutigen Mittwoch sind im Norden und in der Mitte des Landes örtlicher Regen und vereinzelte Gewitter vorhergesagt. Ab Donnerstag sollen die dichten Wolken über dem Heiligen Land etwas auflockern und die Temperaturen leicht ansteigen, so dass für diese Jahreszeit normale Wetterbedingungen herrschen. Anstatt der vorhergehenden Sturmfluten wird nur noch leichter Nieselregen vorhergesagt. Zum Wochenende hin wird es überwiegend heiter und die Temperaturen steigen wieder leicht an.

Anzumerken ist, dass in den täglichen Wettervorhersagen des israelischen Rundfunks stets eine separate Sonderberichterstattung über die Wetterlage im Gaza-Gebiet und an der Nordgrenze erfolgt. So wird die Zivilbevölkerung über die Situation ihrer Soldaten in den beiden Kriegsgebieten auf dem Laufenden gehalten.

Titelbild: Jedes Jahr sorgen heftige Regenfälle für überflutete Straßen im ganzen Land. Foto: Yossi Aloni/Flash90

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