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Sturm, Regen und Kälte fordern mehrere Todesopfer in Israel

JERUSALEM, 06.02.2025 (TPS/TM) – Zwei Soldaten wurden getötet und acht weitere verletzt, als ein Kran in Gaza bei starkem Wind zusammenbrach. Bei den Toten handelt es sich um Nachman Refael Ben Ami (20) aus Eilat und Nadav Cohen (21) aus Beit Hanan. Ersten Ermittlungen der Armee zufolge stürzte der vom Militär betriebene Kran aufgrund starker Winde, die über die Region fegten, in der Nacht um. Der Kran hielt eine Plattform mit Überwachungsausrüstung und Antennen, die von den israelischen Streitkräften im Gazastreifen zur mobilen Beobachtung eingesetzt wurden. Als der Kran umkippte, fiel er auf einen befestigten Militärposten und landete auf dem Zelt, in dem sich die Soldaten befanden.

Zwei Tote durch Unterkühlung

Der kalte Wintersturm forderte weitere Opfer: Eine 41-jährige Frau starb am Donnerstagmorgen in der südlichsten Stadt Eilat an Unterkühlung, wie der Rettungsdienst Magen David Adom mitteilte. „Die Frau war bewusstlos und fühlte sich sehr kalt an. Passanten, die sie auf der Straße liegen sahen, brachten sie in ein Treppenhaus und riefen die Notrufnummer 101 an“, berichtete Sanitäter Yossi Bar.

„Als wir am Einsatzort eintrafen, sahen wir, dass die Frau bewusstlos war, keinen Puls hatte, nicht atmete und Anzeichen von Unterkühlung aufwies. Wir haben sofort eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt. Aber am Ende waren wir leider gezwungen, sie vor Ort für tot zu erklären“, so Bar.

Kurz darauf wurde gemeldet, dass in der hauptsächlich von ultraorthodoxen Juden bewohnten Stadt Bnei Brak ein 95 Jahre alter Mann an Unterkühlung gestorben ist. In Tel Aviv wurde ein stark unterkühlter 25-Jähriger ins Krankenhaus eingeliefert.

Auf den Golanhöhen wurden heute Schneemänner gebaut. Foto: Michael Giladi / Flash 90

Schnee bedeckte heute Teile der Golanhöhen, aber die Schulen öffneten wie üblich. Starke Regenfälle führten zu Überschwemmungen in der Gegend des Toten Meeres, so dass die Polizei Teile der Autobahn 90 in beiden Richtungen sperrte. Die Israel Electric Corporation rief die Öffentlichkeit auf, sich von gebrochenen Stromleitungen fernzuhalten.

Der Kibbutz Tsova in den Jerusalemer Bergen meldete, dass seit Beginn des Sturms 22 Millimeter Regen gefallen sind, der größte Teil davon am Donnerstagmorgen. Im oberen Galiläa meldete der Kibbuz Kfar Giladi 19 Millimeter, während in Haifa 15 Millimeter gemessen wurden.

In Jerusalem betrug die Höchsttemperatur heute 8 Grad, aber durch die starken Windböen fühlte es sich jedoch an wie minus zwei Grad.

Weitere Regenfälle erwartet

In der Nacht zum Freitag wird es vom Norden bis zum nördlichen Negev zeitweise regnen, wobei im Norden vereinzelte Gewitter möglich sind. Starke Winde werden laut Meteorologen über das Land wehen, wobei in der Judäischen Wüste und am Toten Meer Überschwemmungsgefahr besteht.

Ungemütliches Winterwetter in der Jerusalemer Jaffastraße. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Die Temperaturen werden am Freitag voraussichtlich weiter sinken, wobei Regen und Wind nachlassen. Am Samstag wird es teilweise bis überwiegend bewölkt sein, mit möglichem leichtem Regen bis zum Mittag und weiterhin niedrigen Temperaturen.

Titelfoto: Ein Polizeifahrzeug heute Vormittag in der Innenstadt von Jerusalem. Foto: Yoav Dudkevitch/TPS-IL

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