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Libanesischer Sänger und Sohn eines Hisbollah-Kommandeurs wird beschuldigt, mit dem Mossad zusammengearbeitet zu haben

JERUSALEM 18.05.2025 (LS) – Libanesischen und saudischen Medienberichten zufolge haben die libanesischen Behörden Mohammad Al-Saleh verhaftet, einen religiösen Sänger, der beschuldigt wird, für Israel zu spionieren.

Al-Saleh, der als charismatischer religiöser Sänger mit starken sozialen Verbindungen beschrieben wird, soll mit dem israelischen Geheimdienst Mossad zusammengearbeitet haben. Der saudische Rundfunksender Al-Hadath berichtete, er sei der Bruder eines bei den jüngsten Kämpfen getöteten Hisbollah-Kämpfers und der Sohn eines Hisbollah-Kommandeurs.

Von Verdacht auf Finanzbetrug zu Spionagevorwürfen

Berichten zufolge wurde Al-Saleh zunächst wegen des Verdachts auf Finanzbetrug verhört. Bei der Untersuchung seines Telefons fanden die Behörden jedoch verdächtige Kommunikation mit israelischen Agenten, was zu den Spionagevorwürfen führte.

Nach Angaben von Al-Hadath erlitt Al-Saleh große finanzielle Verluste an der Börse und verschuldete sich, was ihn dazu veranlasste, einen Ausweg zu suchen. Bei seinen Kontakten mit dem Mossad soll er behauptet haben, Mitglied der Hisbollah-Einheit 4100 gewesen zu sein. Er soll sensible Informationen über Hisbollah-Führer und -Schlüsselfiguren im Austausch gegen rund 23.000 Dollar, die in mehreren Raten gezahlt wurden, zur Verfügung gestellt haben.

Informationen über Hisbollah-Kommandeure

In dem saudischen Bericht heißt es außerdem, Al-Saleh habe seine engen Beziehungen zu den Kindern hochrangiger Hisbollah-Funktionäre genutzt, um Informationen über deren Aktivitäten zu sammeln. Er soll Israel Standorte von Hisbollah-Kommandozentralen genannt haben, die im Krieg angegriffen wurden, und so zu Angriffen beigetragen haben, bei denen Dutzende von Kämpfern und Kommandanten getötet wurden. Seine Beziehungen zu Israel sollen im Oktober 2024 begonnen haben, etwa zu der Zeit, als das israelische Militär im Südlibanon Bodenoperationen durchführte.

Die Einzelheiten und die Glaubwürdigkeit des Falles sind nach wie vor unklar, aber es ist zu erwarten, dass er im Libanon weiterhin für Aufmerksamkeit sorgen wird. Al-Saleh wird beschuldigt, Israel die Namen neuer Hisbollah-Führer mitgeteilt zu haben, die an die Stelle der Getöteten getreten sind, was nach libanesischen Berichten eine ernsthafte Sicherheitsbedrohung darstellt. Zusammen mit Al-Saleh wurden weitere Libanesen wegen angeblicher Kollaboration mit Israel verhaftet.

Im Beiruter Stadtteil Dahiya, einer Hisbollah-Hochburg, wurde Berichten zufolge im Rahmen einer Kampagne gegen angebliche israelische Agenten ein Galgen aufgestellt.

Titelbild: Der libanesische Sänger Mohammad Al-Saleh wurde wegen Spionagevorwürfen verhaftet. Foto: privat

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