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Neuer Bericht über sexuelle Gewalt als Kriegswaffe der Hamas

Warnung: Der Artikel enthält Darstellungen sexueller Gewalt

JERUSALEM, 07.07.2025 (NH) – Die britische Sonntagszeitung Sunday Times hat einen schockierenden Artikel veröffentlicht, der detaillierte Beweise für die Verwendung sexueller Gewalt als Kriegswaffe durch die Hamas am 7. Oktober enthält. Der vollständige Report wird im Laufe der Woche veröffentlicht. Er enthält Zeugnisse von Überlebenden der Hamas-Geiselhaft, einer Überlebenden der Nova-Party sowie etwa 20 Augenzeugenberichte. Das düstere Exposé wird vom „Dina-Projekt” herausgegeben, einer Organisation, die über Monate die Beweise systematischer sexueller Gewalt durch die Terroristen sammelte und dokumentierte. Der Bericht soll mit den Behauptungen aufräumen, die Hamas als islamische Organisation vergewaltige keine Frauen, und mit der These, die israelische Regierung setze die Anschuldigungen als „Waffe” ein, um ihre „Gräueltaten in Gaza” zu rechtfertigen. Der „Dina-Bericht” fordert UN-Generalsekretär António Guterres auf, eine Erkundungsmission zu entsenden und die Hamas im UN-Jahresbericht als Terrororganisation, die sexuelle Gewalt als Kriegswaffe einsetzt, auf die schwarze Liste zu setzen.

Zeugenaussagen über Massenvergewaltigungen

Laut dem Report fanden auf dem Nova-Festival, auf der Verbindungsstraße 232, auf dem Nahal-Oz-Militärstützpunkt sowie in den Kibbuzim Re’im, Nir Oz und Kfar Azza sexuelle Massenangriffe statt. Darüber hinaus wurde die sexuelle Gewalt an israelischen Geiseln in Hamas-Gefangenschaft weitergeführt. „Entführte, die zurückkehrten, berichteten von erzwungener Nacktheit, körperlicher und verbaler sexueller Belästigung, sexuellen Übergriffen und Drohungen mit Zwangsheirat.”

Der Bericht basiert auf Zeugenaussagen einer Überlebenden einer versuchten Vergewaltigung auf dem Nova-Festival sowie von 15 Geiseln, die aus Gaza zurückgebracht wurden. Das Opfer der versuchten Vergewaltigung durch die Hamas war erst nach 17 Monaten bereit, über das Erlebte zu erzählen. „Wir wissen von den Therapeuten, dass es noch mehr Überlebende von Vergewaltigungen gibt, aber sie sind immer noch zu traumatisiert, um zu sprechen”, erklärt Sharon Zagagi-Pinchas, Expertin für internationales Recht und ehemalige Generalstaatsanwältin des israelischen Militärs. Außerdem wurden 17 Personen interviewt, die die Übergriffe sahen und hörten, sowie Betreuer, die mit den Überlebenden die Traumata bearbeiten. Die Reporterinnen befragten 27 Rettungskräfte, die an den verschiedenen Tatorten im Grenzgebiet eintrafen. Die Rettungsteams konnten von Dutzenden Fällen massiver sexueller Gewalt berichten. Zudem wurden forensische Beweise sowie Fotos und Videos analysiert.

An mehr als 30 Bäumen wurden entkleidete und gefesselte Frauen entdeckt. Die Terroristen gingen äußerst brutal und grausam vor. Sexuelle Gewalt wurde von ihnen systematisch als Kriegsmittel eingesetzt. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Gruppenvergewaltigungen und Hinrichtungen

„Es wurden klare Muster in der Art und Weise gefunden, wie sexuelle Gewalt ausgeübt wurde, … mit Beweisen für Gruppenvergewaltigung und anschließende Hinrichtung sowie Verstümmelungen der Genitalien“, heißt es in dem erschütternden Bericht. „Dutzende Frauen wurden tot, nackt und verstümmelt aufgefunden – mit Schüssen in die Genitalien – und an Bäume gefesselt. Dass an drei bis sechs Orten die gleichen Dinge passiert sind, kann kein Zufall sein, sondern ist ein Beweis dafür, dass es im Voraus geplant war“, erklärt Professorin Ruth Halperin-Kadri, eine der Akademikerinnen und Forscherinnen. „Viele der Zeugen, mit denen wir gesprochen haben, sagten, dass die Opfer erschossen wurden und die Terroristen immer noch versuchten, die Leichen zu vergewaltigen.“

„Ich wollte Frauen und Kinder ermorden“

Auch die pensionierte Richterin Nava Ben-Or nahm am Dina-Projekt teil: „Sexuelle Gewalt in Konflikten zielt darauf ab, eine Gemeinschaft zu zerstören und zu entmenschlichen. Zu sagen: ‚Als ich der Hamas beigetreten bin, wollte ich nur Frauen und Kinder ermorden, aber ich bin ganz und gar gegen Vergewaltigung‘, ist lächerlich. Was auch immer im Rahmen der Angriffe getan wurde, sie sind dafür verantwortlich.“

Die Nachforschungen wurden „Projekt Dina” benannt – nach dem ersten Vergewaltigungsopfer in der Bibel und Jakobs einziger Tochter, die später von Sichem, dem Sohn eines Prinzen, vergewaltigt wurde. Dinas Brüder beschnitten daraufhin alle Männer des Stammes und töteten sie.

Titelbild:Blick auf das Massaker beim Re’im-Musikfestival im Süden Israels, 16. Januar 2025. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

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