
Israelischer Wachmann bei Terroranschlag getötet – Beide Täter erschossen
GUSH ETZION, 10.07.2025 (TM) – Ein 22-jähriger Israeli ist heute bei einem Terroranschlag in einem Einkaufszentrum an der Gush-Etzion-Kreuzung getötet worden. Die beiden palästinensischen Terroristen, die den Anschlag verübten, wurden von einem Soldaten und einem bewaffneten Zivilisten erschossen.
Nach einer vorläufigen Untersuchung des Anschlags kamen die beiden Terroristen mit einem gestohlenen Auto in das Einkaufszentrum und stachen vor einem Supermarkt auf einen Wachmann ein. Anschließend entrissen die Angreifer dem Wachmann seine Handfeuerwaffe und lieferten sich einen Schusswechsel mit dem Soldaten und dem bewaffneten Zivilisten, bevor sie getötet wurden.
Nach dem Angriff erklärte die Armee, dass die Truppen die nahe gelegene arabische Stadt Halhul umstellten und die Straßen in der Gegend blockierten. Sie fahndeten nach möglichen Mittätern.
Heftiger Schusswechsel
Der bewaffnete Zivilist, der die Terroristen tötete, sagte gegenüber dem Fernsehsender Channel 12 News, er habe in der Schlange an der Kasse gestanden, als er die Schüsse hörte. „Jemand betrat den Laden und schrie, dass draußen Terroristen seien. Ich ließ alles im Laden zurück und rannte sofort nach draußen, zusammen mit einem Soldaten, der Zivilkleidung trug“, berichtete er. „Es wurde viel geschossen. Wir wussten nicht genau, woher die Schüsse kamen. Schließlich gelang es uns, die beiden Terroristen, die sich versteckt hielten, zu identifizieren und zu töten.“
Notfallsanitäter Avraham Zeibald berichtete: „Es war eine schreckliche Szene nach dem Schusswechsel. Als wir mit einem großen Magen-David-Adom-Team eintrafen, herrschten Chaos und Panik. Als wir uns dem Tatort näherten, sahen wir einen etwa 20 Jahre alten Mann, der bewusstlos war, keinen Puls hatte und nicht atmete, und der schwere Schusswunden am Körper hatte. Wir führten rasch medizinische Untersuchungen durch, mussten ihn aber leider noch am Tatort für tot erklären. Weitere Rettungsteams kümmerten sich um die medizinische Versorgung von Menschen, die unter Angstzuständen litten.“

Die tödlichen Schüsse fielen auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums. Foto: Meiri Mizrahi/TPS-IL
„Siedler leiden unter Gewalt“
Außenminister Gideon Sa’ar erwähnte bei einer Pressekonferenz mit seinen deutschen und österreichischen Amtskollegen den Anschlag. Er forderte die internationale Öffentlichkeit auf, die anhaltende Bedrohung der israelischen Zivilbevölkerung anzuerkennen: „Wenn die Europäische Union über die so genannte Siedlergewalt diskutiert, denken Sie bitte daran, welche Öffentlichkeit mehr als jede andere dem Terrorismus und der Gewalt ausgesetzt ist – die Siedleröffentlichkeit“.
An derselben Kreuzung hatte es im Dezember einen tödlichen Anschlag gegeben. Dabei wurde der 12-jährige Yehoshua Aharon Tuvia Simcha getötet und drei weitere Personen verwundet, als ein Bewaffneter mindestens 23 Schüsse auf einen Bus abfeuerte.
Seit dem Hamas-Massaker des 7. Oktober 2023 wurden nach Angaben der Palästinensischen Autonomiebehörde mehr als 950 Palästinenser im sogenannten Westjordanland (Judäa und Samaria) getötet. Laut israelischer Armee handelte es sich bei den meisten von ihnen um Bewaffnete, die bei Schusswechseln starben, um Randalierer, die mit den Truppen zusammenstießen, oder um Terroristen, die Anschläge verübten. Im gleichen Zeitraum kamen 53 Menschen, darunter auch israelisches Sicherheitspersonal, bei Terroranschlägen in Israel und den umstrittenen Gebieten ums Leben.
UPDATE: Das israelische Todesopfer wurde als Shalev Zvuluny aus Kiryat Arba identifiziert. Die beiden Terroristen waren 23-jährige Angehörige der palästinensischen Polizei. Sie stammten aus Halhul und Tulkarm. Beide waren bisher strafrechtlich unauffällig.
Bild: Israelische Soldaten und Rettungskräfte am Tatort eines Terroranschlags vor dem Rami-Levy-Supermarkt. Foto: Yonatan Sindel / Flash 90