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Fauda-Star Idan Amedi kritisiert Friedenspetition: „In jedem Haus in Gaza steckt Judenhass“

JERUSALEM, 04.08.2025 (BF) – Der israelische Sänger und Star der Fernsehserie „Fauda“, Idan Amedi, verwundet während seines Reserve-Einsatzes, übt scharfe Kritik an einer Friedenspetition, die von mehr als 1.000 israelischen Künstlern unterstützt wird. Darunter befinden sich Größen wie Nurit Galron, Gidi Gov und Chava Alberstein. Die Petition fordert ein sofortiges Ende der Kriegsoperationen in Gaza. Amedi bezeichnet sie als „abgekoppelt“ und „Fake News“. Seine Worte: „Geht in den Tunnel. Kämpft einen Tag wie zehntausende Reservisten. Und unterschreibt dann eine Petition. Ihr seid wertlos – ich habe genug von euch.“ Er sei es leid, Privilegierte zu sehen, die ihre patriotische Pflicht verweigern.

Er berichtet, in jedem Haus in Gaza finde sich antisemitische Propaganda. Von Märtyrerbildern bis zu Aufklebern mit der Botschaft „Mit Blut und Feuer dahin nach Jerusalem“. In seinen Augen steht eine kultivierte Elite für Dummheit, Ignoranz und Lügen. Gleichzeitig verteidigt er Israels Umgang mit Zivilisten. Es gebe weltweit keine Armee, die in so dicht besiedeltem Gebiet mit so niedriger ziviler Opferzahl operiere. Das sei überprüfbar, so Amedi.

Auch Kulturminister Miki Zohar reihte sich in die Kritik ein. Er warf den Unterzeichnern vor, die Reservisten, Gefallenen und Opfer des Krieges zu demütigen. Er forderte die Künstler auf, ihre Unterschriften zurückzuziehen. Amedi und Schauspielerin Moran Atias lobte er als Vertreter von Vernunft und Patriotismus.

Demgegenüber verteidigten die Initiatoren der Petition, darunter Eyal Sher vom Israel Festival, dass es ihnen nicht um Spaltung gehe. Die Petition wolle Werte wie Menschlichkeit, Mitgefühl, Beendigung des Krieges, Heimholung der Geiseln und gesellschaftliche Heilung zum Ausdruck bringen.

Kulturkampf im öffentlichen Raum

Die Debatte zeigt einen tiefen Graben zwischen moralischer Selbstverortung und nationaler Kriegsrhetorik. Der Künstler-Appell fordert ein Ende von Gewalt, Hunger, Vertreibung, Tod Unschuldiger und Zerstörung ziviler Infrastruktur. Sie appelliert an die politisch Verantwortlichen, unter anderem die ethischen Werte des Judentums zu wahren.

Dem gegenüber stehen offizielle Stellen und Vertreter des Sicherheitsapparats, die Kunstschaffende als elitär und realitätsfern bezeichnen. Sie werfen ihnen vor, die Soldaten zu verraten und die nationale Einheit zu untergraben. Die Debatte spiegelt eine tief gespaltene Gesellschaft wider. Auf der einen Seite stehen Künstler, die sich auf moralische Werte berufen, auf der anderen Vertreter von Politik und Armee, die den Schutz der nationalen Sicherheit betonen. 

Offensive bringt nicht den gewünschten Erfolg

Nach knapp vier Monaten endet Israels Bodenoffensive „Operation Gideons Streitwagen“, ohne die Hauptziele erreicht zu haben. Die Freilassung der Geiseln blieb aus, Hamas ist weiterhin handlungsfähig. Zwar gab es punktuelle Erfolge, wie die Kapitulation dreier Terroristen in Beit Hanoun, doch strategisch bleibt der Nutzen begrenzt.

Rückblickend zeigt sich: Der Rückzug der Armee und die Ausweitung humanitärer Hilfen haben nicht nur die Spannungen zwischen Militär und Regierung verschärft, sondern auch der Hamas neue narrative Angriffsflächen geboten. Die Entscheidungen der politischen Führung bleiben innenpolitisch wie strategisch umstritten.

Titelbild: Der Schauspieler Idan Amedi kämpft nicht nur im Film gegen Terroristen, sondern auch im realen Leben. Er widerspricht seinen Kollegen aus der kreativen Szene. Foto: Miriam Alster / Flash 90

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