zurück zu Aktuelles

Nach Beschuss mit Mehrfach-Sprengköpfen: Israel greift Jemens Hauptstadt Sanaa an

JERUSALEM, 24.08.2025 (TM) – Als Reaktion auf die wiederholten Attacken hat die israelische Luftwaffe am Sonntag die von den Huthis gehaltene jemenitische Hauptstadt Sanaa angegriffen. Laut den israelischen Streitkräften waren das Militärgelände, in dem sich der jemenitische Präsidentenpalast befindet, ein Treibstoffdepot und zwei Kraftwerke das Ziel der Angriffe. Berichten aus dem Jemen zufolge wurden dabei mindestens zwei Menschen getötet und 35 verletzt.

Nach Angaben der israelischer Armee befindet sich der Präsidentenpalast auf einem Gelände, von dem aus die Streitkräfte des terroristischen Huthi-Regimes operieren. Darüber hinaus seien die Kraftwerke Hizaz und Asar getroffen worden. „Durch den Angriff auf die Kraftwerke wird die Stromerzeugung und -versorgung für militärische Zwecke beeinträchtigt. Die Nutzung dieser Kraftwerke ist ein weiterer Beweis dafür, wie das Huthi-Regime zivile Infrastruktur für militärische Zwecke einsetzt“, heißt es in einer Mitteilung der israelischen Streitkräfte.

Das Huthi-Regime agiere unter der Leitung und mit finanzieller Unterstützung des iranischen Regimes, um dem Staat Israel und seinen Verbündeten zu schaden. Es nutze den maritimen Bereich, um Terrorakte gegen die weltweite Schifffahrt und Handelswege zu verüben.

Ein Dutzend Flugzeuge beteiligt

An den Angriffen waren rund ein Dutzend Flugzeuge der Luftwaffe beteiligt, darunter Kampfjets und Tankflugzeuge. Während des langen Flugs von und nach Jemen wurden mehrere Tankvorgänge durchgeführt. Der Angriff vom Sonntag war bereits der 15. Angriff Israels auf die Huthis im rund 1.800 Kilometer entfernten Jemen.

Verteidigungsminister Katz, Ministerpräsident Netanjahu und Armeechef Zamir verfolgen den Luftangriff auf den Jemen in der Kommandozentrale der Luftwaffe. Foto: IDF

In der vergangenen Woche hatten die Huthis zwei ballistische Raketen und mindestens eine Drohne auf Israel abgefeuert. Zuletzt griffen sie Israel am Freitagabend mit einer ballistischen Rakete an, die nicht abgefangen wurde. Nach Einschätzung der Luftwaffe zerlegte sich der Gefechtskopf der Rakete während des Abstiegs in der Luft. So entstanden mehrere kleinere Sprengköpfe. Einer davon schlug im Hof eines Hauses in der zentralisraelischen Stadt Ginaton ein. Laut Armee verfügen die kleinen Sprengköpfe weder über einen eigenen Antrieb noch über eine Lenkung. Sie fallen einfach zu Boden, wo sie beim Aufprall explodieren. Die Armee betonte, dass Israels Luftabwehrsysteme, „insbesondere die obere Schicht“, in der Lage sind, Raketen dieses Typs abzufangen. Warum dies am Freitag misslang, wird untersucht.

Huthis geben sich unbeeindruckt

Ein Mitglied des politischen Büros der Huthi reagierte auf den israelischen Angriff in Sanaa wie folgt: „Der Angriff auf das jemenitische Volk ist gescheitert und wird dem Feind nichts als Enttäuschung und Misserfolg bringen. Was uns interessiert, ist, den Angriff zu stoppen und die Belagerung von Gaza aufzuheben. Wir werden unser gläubiges und kämpferisches Volk dort weiterhin unterstützen und ihm helfen, egal was es kostet.“

Die israelische Armee hält dagegen: „Wir werden gegen die andauernden und wiederholten Angriffe des Huthis auf den Staat Israel vorgehen und sind weiterhin entschlossen, jede Bedrohung für die Zivilbevölkerung des Staates Israel zu beseitigen, wo immer dies erforderlich ist.“

Titelbild: Dichter Rauch nach dem israelischen Luftangriff in Sanaa. Foto: Mohammed Huwais / AFP

Weitere News aus dem Heiligen Land