
Kampfdrohne der Huthis explodiert am Ramon-Flughafen bei Eilat – Zwei Leichtverletzte
EILAT, 07.09.2025 (TM) – Eine von den Huthi-Terroristen im Jemen gestartete Kampfdrohne hat am Nachmittag den Ramon-Flughafen bei Eilat am Roten Meer getroffen. Bei der Explosion wurden zwei Menschen leicht verletzt, es gab Schäden an der Abflughalle. Ein vorläufiger Untersuchungsbericht des Militärs deutet auf menschliches Versagen bei der israelischen Luftabwehr hin.
Ein 63-jähriger Mann wurde nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom durch Splitter leicht verletzt. Der Mann wurde zusammen mit einer Frau, die beim Verlassen des Terminal-Gebäudes gestürzt war, zur Behandlung ins Yoseftal Medical Center in Eilat gebracht. Mehrere andere Personen mussten wegen akuter Angstzustände behandelt werden.
Bilder vom Flughafen zeigten zerbrochenes Glas und Trümmer in dem Bereich, in dem das Gepäck kontrolliert wird. Eine dicke schwarze Rauchwolke stieg über dem Terminal auf, und man konnte Menschen sehen, die in Deckung rannten.
Das Militär erklärte, es gebe „keinen Hinweis auf eine technische Fehlfunktion der vorhandenen Erkennungssysteme“. Das Versäumnis, die Drohne abzuschießen, sei allein darauf zurückzuführen, dass sie aufgrund menschlichen Versagens falsch eingestuft worden sei. Das Radar hatte den unbemannten Flugkörper erfasst, er war jedoch nicht als Bedrohung eingestuft worden. Deshalb gab es keinen Luftalarm.
Angriff mit sechs Drohnen
Die Huthis hatten Israel offenbar mit sechs Drohnen angegriffen. Zwei stürzten unterwegs ab. Drei wurden nahe der ägyptischen Grenze entdeckt und von israelischen Hubschraubern verfolgt, die sie abschossen. Die sechste Drohne schaffte es jedoch bis zum Ramon-Flughafen. Dort wurde der Betrieb aufgrund des Zwischenfalls rund zwei Stunden lang eingestellt.
Obwohl er als internationaler Flughafen ausgewiesen ist, werden fast alle Flüge von und nach Ramon im Inland abgewickelt. Während des Gaza-Kriegs wurden Tausende von Palästinensern – darunter Patienten, Verwundete und ihre Familienangehörigen – aus dem Gazastreifen über den Flughafen Ramon zur medizinischen Behandlung ins Ausland gebracht.
Welle von Raketen- und Drohnenangriffen
Die Drohnenstarts am Sonntag erfolgten inmitten einer Welle von Raketen- und Drohnenangriffen der Huthi in den vergangenen zwei Wochen, nachdem Israel den Huthi-Premierminister Ahmed Ghaleb Nasser al-Rahawi und mehrere Mitglieder seines Kabinetts bei einem Angriff im Jemen getötet hatte. Seit dem 18. März, als die israelische Armee ihre Offensive gegen die Hamas im Gazastreifen wieder aufnahm, haben die Huthis Isrsael mit 80 ballistische Raketen und mindestens 31 Drohnen attackiert. Als Reaktion darauf hat Israel die vom Iran unterstützten Huthis im rund 1.800 Kilometer entfernten Jemen 16 Mal angegriffen.
Titelbild: In der Abflughalle des Ramon-Airports gingen Scheiben zu Bruch, es gab aber laut offiziellen Angaben keine Schwerverletzten. Foto: Yehuda Ben Itach/Flash90