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Terroristen feuern mit Maschinenpistolen auf Busfahrgäste: Sechs Tote und viele Verletzte

JERUSALEM, 08.09.2025 (TM) – Bei einem der schwersten Terroranschläge der vergangenen Jahre sind heute in Jerusalem sechs Menschen ermordet worden. Rund 20 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Nach ersten Ermittlungen hatten zwei Terroristen, die automatische Waffen bei sich hatten, einen Bus betreten und auf die Fahrgäste gefeuert. Sie schossen auch auf Wartende an der Bushaltestelle. Die beiden Täter wurden erschossen, vermutlich von einem israelischen Soldaten und einem bewaffneten ultraorthodoxen Zivilisten.

Laut Polizei schossen die Terroristen im Stadtteil Ramot auf einen Bus der Linie 62. Augenzeugen zufolge stiegen die Terroristen in den Bus und begannen, mit automatischen Waffen aus nächster Nähe auf die Köpfe der Fahrgäste zu feuern. Einem unbestätigten Bericht waren die Terroristen als Inspektoren getarnt eingestiegen.

Die Polizei führte umfangreiche Durchsuchungen in dem Gebiet durch, sperrte es ab und suchte nach weiteren Terroristen. Zahlreiche Polizeikräfte waren vor Ort. Es wird vermutet, dass die Terroristen mindestens eine Carlo-Maschinenpistole verwendet haben, die in Judäa und Samaria hergestellt wurde.

Polizeibeamte am Tatort. Sie sichern Spuren und suchen nach weiteren Tätern. Foto: Oren Ben Hakoon/Flash90

Die Toten wurden identifiziert als Levi Yitzhak Pash (57), Yaakov Pinto (25), Yisrael Matzner (28), Rabbi Yosef David (43), Rabbi Mordechai Steintzag (79), und Sarah Mendelson (60).

Grausame Szenerie am Tatort

Avi Swissa, ein Rettungssanitäter von United Hatzalah, berichtete: „Ich fuhr gerade an der Kreuzung vorbei, als ich Schüsse hörte. Es ist eine sehr ernste Situation. Einige der Verletzten waren bewusstlos. Zahlreiche Einsatzkräfte von United Hatzalah kamen dann vor Ort, um den Verletzten erste medizinische Hilfe zu leisten.“

Rettungssanitäter Nadav Tayeb von Magen David Adom fügte hinzu: „Wir sind unmittelbar nach Eingang der Meldung über Schussopfer in großer Zahl am Tatort eingetroffen. Als wir dort ankamen, sahen wir Menschen, die bewusstlos auf der Straße, auf dem Gehweg und in einer Bushaltestelle lagen. Am Tatort herrschte großes Chaos, überall lagen Glasscherben auf dem Boden und es herrschte große Aufregung. Wir haben sofort mit der medizinischen Versorgung der Verletzten begonnen.“

Regierungschef Benjamin Netanjahu und Polizeiminister Itamar Ben Gvir besuchten den Tatort. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Vertreter der Strafverfolgungsbehörden gaben außerdem bekannt, dass der Geheimsienst Shin Bet einen Einwohner Ost-Jerusalems festgenommen hat. Er wird verdächtigt, die beiden Bewaffneten mit dem Auto nach Jerusalem geschmuggelt zu haben. Der Mann sei bereits zuvor mit dem Gesetz in Konflikt geraten, weil er Palästinensern geholfen habe, sich illegal in Israel aufzuhalten, berichtete Kan News.

Nach Behördenangaben handelt es sich bei den Tätern um Palästinenser aus der Nähe von Ramallah. Die Terrorgruppen Hamas und Palästinensischer Dschihad lobten den Anschlag und nannten ihn „heldenhaft“. Die Hamas forderte die Palästinenser im Westjordanland auf, „die Konfrontation mit der Besatzungsmacht und ihren Siedlern zu verschärfen“.

Titelbild: Polizei und Rettungskräfte am Ort eines Terroranschlags an der Kreuzung Ramot, an der Zufahrt nach Jerusalem. Foto: Chaim Goldberg / Flash90

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