zurück zu Aktuelles

Der Angriff auf die Hamas-Führung in Katar könnte ein Fehlschlag gewesen sein – Terrorchefs wie Khaled Mashal und Khalil al-Hayya haben wahrscheinlich überlebt

JERUSALEM 14.09.2025 (LS) – Laut einem unbestätigten Bericht des israelischen Fernsehens geht das israelische Sicherheitsestablishment zunehmend davon aus, dass der Angriff vom Dienstag, der darauf abzielte, die Führung der Hamas in Katar zu töten, gescheitert ist. Israel habe dies auch den USA mitgeteilt.

Ungewissheit

Die jüngsten Informationen, die der israelischen Verteidigungsbehörde vorliegen, deuten darauf hin, dass die meisten Ziele, die in der Operation angegriffen wurden, nicht getötet wurden, berichtete Channel 12 News unter Berufung auf eine ungenannte israelische Quelle, die sagte, Jerusalem hoffe weiterhin, dass ein oder zwei Personen getötet worden seien, aber auch dies scheine immer zweifelhafter.

Sicherheitsvertreter, die über den Angriff diskutieren, prüfen, ob zu wenig Sprengstoff verwendet wurde oder ob es den Hamas-Funktionären gelungen ist, sich vor dem Bombenabwurf in einen anderen Teil des angegriffenen Gebäudes zu begeben.

Die Hamas hat darauf bestanden, keiner ihrer Führungskräfte sei bei dem Angriff getötet worden, lediglich fünf Mitglieder der unteren Ebene seien ums Leben gekommen. Doch trotz der Behauptungen der Hamas ist das Ergebnis des Angriffs noch immer unklar, da weder al-Hayya noch andere hochrangige Mitglieder der Terrororganisation bei der Beerdigung der sechs Männer am Donnerstag in Doha gesehen wurden, obwohl sein Sohn unter den Toten war.

Katars Premierminister in den USA

Unterdessen traf sich US-Präsident Donald Trump am Freitag in New York zu einem Abendessen mit dem Ministerpräsidenten von Katar, Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani. Trump und al-Thani wurden von Steve Witkoff, dem US-Sonderbeauftragten für den Nahen Osten, begleitet.

Palästinenser verfolgen eine Pressekonferenz des katarischen Ministerpräsidenten Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani zum Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der Hamas
Der katarische Ministerpräsidenten Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani in einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Foto: Wisam Hashlamoun/Flash90

Eine über das Treffen informierte Quelle berichtete, sie hätten über die Zukunft Katars als Vermittler in der Region und die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich nach den israelischen Angriffen auf die Hamas in Doha gesprochen.

Trump erklärte, er sei unzufrieden mit dem israelischen Angriff, den er als einseitige Aktion bezeichnete, die weder den Interessen der USA noch denen Israels diene. Al-Thani warf Israel zuvor vor, die Chancen für einen Frieden sabotieren zu wollen, erklärte jedoch, Katar werde sich nicht von seiner Rolle als Vermittler abbringen lassen.

Titelbild: Hamasführer Khaled Mashal und der Gründer des Palästinensischen Islamischen Dschihad, Ramadan Shalah (rechts), in Teheran. Mashal soll den israelischen Angriff in Qatar überlebt haben. Foto: Khamenei.ir

Weitere News aus dem Heiligen Land