
Bomben auf Jemens Hauptstadt Sanaa: Israels Luftwaffe reagiert auf Drohnenangriff
JERUSALEM, 25.09.2025 (TM) – Während seiner Reise nach New York hat Premierminister Benjamin Netanjahu einen groß angelegten Luftangriff gegen Ziele der Huthis in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa genehmigt. Nach Militärangaben waren rund ein Dutzend Kampfflugzeuge daran beteiligt. Zu den sieben getroffenen Zielen gehörten das Hauptquartier des Generalstabs der Huthis, Einrichtungen des Sicherheits- und Geheimdienstapparats des Terrorregimes, das Hauptquartier für militärische Öffentlichkeitsarbeit der Huthis sowie Militärlager, in denen Waffen und militärische Einsatzkräfte des Terrorregimes identifiziert wurden.
Laut der israelischen Armee beteiligt sich der Sicherheits- und Geheimdienstapparat an terroristischen Aktivitäten und trägt direkt zu militärischen Aktionen gegen den Staat Israel bei, die die Stabilität im Nahen Osten untergraben. Zudem sei der Sicherheits- und Geheimdienstapparat an der Unterdrückung von Regimegegnern durch den Einsatz von politischen Gefängnissen und Folter beteiligt.
Die angegriffenen Militärlager werden vom Huthi-Regime zur Lagerung von Waffen sowie zur Planung und Durchführung terroristischer Angriffe gegen den Staat Israel genutzt. Die Huthis operieren unter iranischer Führung und Finanzierung, um Israel und seine Verbündeten zu schädigen. Zudem nutzt das Regime den maritimen Raum, um Terroraktivitäten gegen die globalen Schifffahrts- und Handelsrouten durchzuführen.
Bereits der 19. Angriff auf die Huthis
Die Attacke am heutigen Donnerstag war der 19. Angriff Israels auf die Huthis. Die meisten dieser Angriffe wurden von Kampfflugzeugen und Drohnen der israelischen Luftwaffe, einige jedoch auch von Raketenbooten der israelischen Marine durchgeführt. Während der heutigen Operation wurde auch eine Luftbetankung durchgeführt: Die Kampfflugzeuge legten rund 2.200 Kilometer zurück, um ihre Ziele in Sanaa zu erreichen.

Vorbereitung für den Angriff: Laut Armee waren die Kampfflugzeuge mit 65 Sprengkörpern bestückt, die sie auf Einrichtungen der Islamisten warfen. Foto: IDF
Laut Verteidigungsminister Israel Katz wurden bei den „mächtigen“ Angriffen „Dutzende Terroristen getötet und Vorräte an Drohnen und Waffen zerstört“. Der Fernsehsender Al-Masirah der Huthis berichtete, dass die „israelische Aggression” gegen Sanaa kurz vor Beginn der Ausstrahlung einer zuvor aufgezeichneten, wöchentlichen Rede des Anführers der Terrororganisation, Abdul-Malik al-Houthi, stattfand.
Drohnenexplosion in Eilat
Am Mittwoch starteten die Huthis eine mit Sprengstoff beladene Drohne, die die israelische Luftabwehr umging und in der Urlaubsstadt Eilat am Roten Meer explodierte. Dabei wurden 22 Menschen verletzt, darunter zwei Männer in kritischem Zustand. Versuche, die Drohne mit zwei Iron-Dome-Raketen abzufangen, blieben laut Armee erfolglos. Der Grund dafür sei ermittelt und Korrekturmaßnahmen seien ergriffen worden. Der Chef der israelischen Luftwaffe, Generalmajor Tomer Bar, ordnete „mehrere zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Einsatzbereitschaft, Aufklärungs- und Abfangfähigkeiten” im Gebiet um Eilat an. Diese sollen eine „verbesserte Verteidigungsreaktion” ermöglichen.
Die Huthis haben wiederholt Angriffe auf Eilat verübt. Darunter war ein Vorfall letzte Woche, bei dem eine Drohne den Eingang eines Hotels traf und Schäden verursachte, jedoch keine Verletzten. Anfang dieses Monats war der außerhalb der Stadt gelegene Flughafen Ramon das Ziel eines Drohnenangriffs. Es gab Sachschäden und eine leicht verletzte Person. Diese Drohne wurde zwar entdeckt, aufgrund eines menschlichen Fehlers jedoch nicht als Bedrohung eingestuft, wie eine Untersuchung der Luftwaffe ergab.
Die islamistischen Huthis, deren Slogan „Tod für Amerika, Tod für Israel, [und] ein Fluch auf die Juden“ lautet, begannen im November 2023, einen Monat nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober, mit Angriffen auf Israel und den Seeverkehr. Seither haben sie rund 90 ballistische Raketen auf Israel abgefeuert und mit über 150 Drohnen angegriffen.
Titelbild: Ein Kampfjet der israelischen Luftwaffe startet zum Einsatz im rund 2200 Kilometer entfernten Jemen. Foto: IDF