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Die EU verurteilt die Schließung des jordanisch-israelischen Grenzübergangs und blendet den Mord an Sicherheitskräften aus

JERUSALEM, 29.09.2025 (NH) – Nach dem Anschlag auf zwei israelische Sicherheitskräfte am Grenzübergang Allenby hat die israelische Regierung die jordanische Grenze geschlossen. Der Beschluss des Sicherheitsestablishments betrifft vor allem etwa 150 Lastwagen, die jede Woche von Israel nach Jordanien einfahren und humanitäre Hilfsgüter nach Gaza überführen. Zwar wurde der Übergang inzwischen vollständig für Passagiere geöffnet, doch die Einfahrt von Fahrzeugen und Hilfslastwagen wird weiterhin verhindert. Einerseits wartet Israel, bis die jordanische Untersuchung abgeschlossen ist und eine weitere Sicherheitsbewertung durchgeführt wurde, andererseits, um eine Nutzung des Terminals für terroristische Aktivitäten zu unterbinden. Die Maßnahme zog nun eine schwere Rüge seitens der Europäischen Union nach sich. Die EU kritisiert Israel für den Erlass und fordert, den Frachtverkehr umgehend wieder aufzunehmen. Der tödliche Angriff wird dabei vollkommen ignoriert.

Israel muss den Zufluss von Hilfsgütern erhöhen

Der Allenby-Grenzübergang ist das wichtigste Landtor zwischen Israel, Jordanien und der Palästinensischen Autonomiebehörde. Im Schatten der Schließung des strategisch wichtigen Terminals, das auch unter dem Namen Scheich-Hussein-Übergang bekannt ist, hagelte es für den kleinen jüdischen Staat erneut Rügen. In einer offiziellen Erklärung kritisierte die Europäische Union nun den Schritt des israelischen Sicherheitsestablishments und wies auf die Auswirkungen auf die Bewegungsfreiheit sowie die humanitäre Hilfe hin. Zwar hat die EU zur Kenntnis genommen, dass der Grenzübergang vor drei Tagen wieder für den Personenverkehr geöffnet wurde, sie fordert jedoch auch eindringlich, den Frachtverkehr wieder aufzunehmen. Laut der Europäischen Union sollte der besagte Transitpunkt zur Unterstützung humanitärer Operationen offen bleiben. Gleichzeitig solle Israel den Zufluss von Hilfsgütern in die palästinensische  Enklave erhöhen.

Zu betonen ist, dass von etwa 2.000 Lastwagen, die jede Woche nach Gaza überführt werden, nur 150 den besagten Allenby-Übergang passieren.

Die beiden Opfer des jüngsten Terrorangriffs am Sheich-Hussein-Übergang sind Sergeant Oren Hershko (links) und Oberstleutnant a. D. Yitzhak Harush (rechts). Foto: IDF-Sprecher

Union ignoriert die blutigen Terroranschläge

In der EU-Erklärung wurde betont, die andauernde Bodenoffensive des israelischen Militärs in Gaza-Stadt habe katastrophale Folgen, ziviles Leid und Angriffe auf medizinische Einrichtungen zur Folge. Die europäische Vereinigung forderte in diesem Zuge eine sofortige Waffenruhe sowie die bedingungslose Freilassung aller israelischen Geiseln aus der Gewalt der Hamas.

Es scheint jedoch, als blende die Europäische Union völlig aus, dass am 18. September zwei israelische Sicherheitskräfte im Alter von 20 und 68 Jahren bei einem Terroranschlag an der besagten Grenzüberquerung durch einen jordanischen Lastwagenfahrer ermordet wurden, der humanitäre Hilfsgüter nach Gaza lieferte. Der 57-jährige Terrorist, der später als Abd al-Q. identifiziert wurde, eröffnete das Feuer auf die Israelis, die noch vor Ort für tot erklärt wurden. Bei den Opfern handelte es sich um den 20-jährigen Sergeant Oren Hershko aus Tel Mond, der als Unteroffizier in der Tevel-Brigade agierte, sowie den 68-jährigen Oberstleutnant Yitzhak Harush aus Gilo (Jerusalem), der freiwillig als Offizier in der Reserveeinheit 309 der Zivilverwaltung diente.

Einseitig und voreingenommen

Nun wirft Israel der Europäischen Union vor, einseitig und voreingenommen zu sein. „Die Botschaften der EU spiegeln eine obsessive Beschäftigung mit Israel wider, während die Fakten und das Gesamtbild ignoriert werden”, so das israelische Ministerium für öffentliche Sicherheit. Das Ministerium wies außerdem darauf hin, dass es sich bei dem hinterhältigen Angriff des jordanischen Lkw-Fahrers bereits um die zweite Terrorattacke am jordanisch-israelischen Grenzübergang Allenby innerhalb eines Jahres handelt. Bereits im September 2024 wurden am besagten Terminal drei Israelis von einem weiteren Terroristen getötet, der mit einem Hilfslastwagen aus Jordanien kam.

In Jerusalem versichert man nun, dass „nicht zugelassen wird, dass humanitäre Operationen als Deckmantel für Terroranschläge gegen israelische Bürger missbraucht werden”. „Israel hat Jordanien aufgefordert, entschlossene Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, um weitere Zwischenfälle zu verhindern, und die Ergebnisse seiner Untersuchung des Angriffs mitzuteilen.“

Titelbild: Israelische Sicherheitskräfte in der Nähe des Tatorts, an dem Israelis bei einem Terroranschlag am Allenby-Übergang getötet wurden. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

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