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„Hamas hat sich nicht verändert“ – Experten und Gazabewohner berichten über die Rückkehr der Macht der Terrororganisation

JERUSALEM 26.10.2025 (LS) – Die Terrororganisation Hamas demonstriert nach Angaben von Experten sowie Einwohnern des Gazastreifens, dass sie weder abzurüsten noch an Einfluss zu verlieren gedenkt – im Gegenteil.

Rückkehr zur Macht und militärische Präsenz

Laut einem Bericht des The Telegraph kommen Analysten zu dem Schluss, dass Hamas „nicht ihre DNA verändert“ hat: Sie habe nicht vor, sich zu entwaffnen, den Gazastreifen zu verlassen oder ihre Rolle in der Zukunft der Region aufzugeben.

Im Anschluss an den jüngsten Waffenstillstand wurden vermehrt Kämpfer der bewaffneten Flügel und Polizisten in Gaza gesichtet, die ihre Präsenz auf Straßen und in strategischen Zonen wiederaufgebaut haben.

Gleichzeitig berichten Gazabewohner, nachts vermehrt bewaffnete Kontrollposten sowie Inspektionen durch Mitglieder der Al-Qassam-Brigaden der Hamas zu sehen. Diese Entwicklung wird von vielen als Zeichen dafür gewertet, dass Hamas ihre Sicherheits- und Verwaltungsstruktur rasch wiedererrichten will – trotz der formalen Bedingungen des Friedensplans.

Auswirkungen auf damit verbundene Prozesse im Gazastreifen

Die Tatsache, dass Hamas die vollständige Entwaffnung ablehnt und ihre Rolle im Gazastreifen sichern will, bringt erhebliche Implikationen für die weiteren Schritte im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens. Experten warnen, ohne echte Machtverschiebung werde das Risiko eines Rückfalls in Gewalt bestehen bleiben.

Weiterhin führt die starke Rückpräsenz der Hamas zu Spannungen mit rivalisierenden Fraktionen und lokal bewaffneten Clans, die nach der Zerstörung des Krieges versuchen, Eigenmacht aufzubauen. Beobachter sehen darin eine potenzielle Quelle innerpalästinensischer Konflikte – parallel zum bestehenden Konflikt mit Israel.

Die Maßnahmen von Hamas werden von vielen als strategisch verstanden: Indem die Organisation ihre Kontrolle sichtbar wiederherstellt, sendet sie ein Signal sowohl an Israel als auch an Vermittlerstaaten, dass es keine politische Lösung ohne ihre Beteiligung geben wird. Diese Position erschwert Verhandlungen über eine Übergangsverwaltung im Gazastreifen und wirft Fragen über die Handlungsfähigkeit der von Israel und den USA unterstützten Vereinbarungen auf.

Titelbild: Vermummter Hamasterrorist auf dem Weg, mehrere Mitglieder von Yasser Abu Shabab zu verhaften, denen vorgeworfen wird, mit der israelischen Armee im Gazastreifen kollaboriert zu haben. Foto: Saeed Mohammed/Flash90

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