
Katz und Smotrich: Entschiedene militärische Aktionen im von der israelischen Armee kontrollierten Gebiet innerhalb der „Gelben Linie“ in Gaza
JERUSALEM 06.11.2025 (LS) – Die israelische Führung hat ihre Strategie gegenüber der Hamas im Gazastreifen klar formuliert. Mit dem Ziel der vollständigen Entwaffnung der Terrororganisation richten sich Militär und Politik verstärkt gegen unterirdische Infrastruktur und Kämpfer der Hamas in der Zone unter israelischer Kontrolle.
Katz: Tunnelzerstörung hat strategische Priorität
Verteidigungsminister Israel Katz bekräftigte am 5. November 2025 in einem Gespräch mit der Jerusalem Post: „Die Zielsetzung ist klar: Entwaffnung der Hamas und Demilitarisierung des Gazastreifens“. Er fügte hinzu: „Wir handeln, um die Tunnel und die Terroristen in den von Israel kontrollierten Gebieten Gaza zu zerstören – ohne Einschränkung.“
Nach Angaben der israelischen Armee (IDF) sind etwa 60 % der unterirdischen Tunnelanlagen zerstört worden. Die restliche Anzahl von Anlagen sei mittlerweile Hauptangriffsziel. Katz betonte: „Ich habe der IDF befohlen, die Zerstörung der Tunnel zur zentralen Aufgabe zu machen“.

Dabei geht es nicht nur um militärische Infrastruktur. Die Regierung sieht in der Aktion auch ein Mittel, die langfristige Sicherheit Israels zu gewährleisten. Militärsprecher meldeten, bei einem Einsatz in Zentral-Gaza seien zwei Hamas-Kämpfer beim Versuch, die sogenannte „Gelbe Linie“ zu überqueren, getötet worden. Die „Gelbe Linie“ markiert die Trennung zur von der IDF kontrollierten Pufferzone.
Smotrich: Keine „sichere Passage“ für Tunnelkämpfer
Finanzminister Bezalel Smotrich äußerte am selben Tag gegenüber der Jerusalem Post: „Wir stehen kurz davor, Terroristen der Hamas in den Tunneln auszuschalten. Es wird keine sichere Passage für sie geben. Wir müssen die 200 Terroristen eliminieren, die in Rafah festsitzen. Wir sind kurz davor, sie in den Tunneln zu töten“.
Das Büro von Premierminister Benjamin Netanjahu bestätigte ergänzend, für keine Hamas-Kämpfer sei eine unkontrollierte Fluchtmöglichkeit vorgesehen, solange die Organisation nicht vollständig entwaffnet sei.
Smotrich führte zudem an, dass in den Tunneln unter Rafah Dutzende Kämpfer eingeschlossen seien. „Ihre Wahl ist Kapitulation oder Tod“, erklärte er.
Titelbild: Ein gelber Betonblock, der von der israelischen Armee aufgestellt wurde, ist in der Pufferzone östlich des Flüchtlingslagers Jabalia im nördlichen Gazastreifen zu sehen und markiert die „Gelbe Linie“. Foto: Fathi Ibrahim/Flash90