
Ende der Waffenruhe? Hamas informiert Witkoff: „Wir sind bereit, zum Kampf zurückzukehren”
JERUSALEM, 23.11.2025 (NH) – Arabische Medien haben berichtet, dass die Hamas den US-Gesandten Steve Witkoff darüber informiert hat, sie sei bereit, zu den Kämpfen zurückzukehren. Der von den USA inszenierte Waffenstillstand sei beendet, so die Terroristen. Dies geschieht, während die Organisation noch immer die Leichen entführter Geiseln festhält, was gegen das Abkommen verstößt. Im gleichen Zuge gab das Büro des israelischen Premierministers gestern bekannt, dass die Terrororganisation ein weiteres Mal „gegen den Waffenstillstand verstoßen und Terroristen in israelisches Gebiet geschickt hat, um Soldaten anzugreifen”. Als Reaktion auf diesen erneuten Verstoß eliminierte das israelische Militär (IDF) fünf hochrangige Hamas-Terroristen. Die IDF hob hervor, sich bis dato an das Waffenstillstandsabkommen gehalten zu haben – im Gegensatz zur Hamas. Diese habe während des Waffenstillstands wiederholt israelische Linien überschritten und mit Dutzenden Terroristen die Streitkräfte angegriffen. „Israel fordert die Vermittler auf, dafür zu sorgen, dass die Hamas ihren Teil des Abkommens erfüllt und die drei toten Geiseln sofort zurückgibt sowie eine vollständige Entmilitarisierung des Gazastreifens vornimmt.”
Kriegsrufe im Schatten wiederholter Waffenstillstandsverletzungen durch die Hamas
Die amtierende Terrorregierung im Gazastreifen hat den amerikanischen Sondergesandten für den Nahen Osten, Steve Witkoff, darüber informiert, der Waffenstillstand sei aus ihrer Sicht beendet. Dies berichtete das saudisch-arabische Nachrichtennetzwerk Al-Arabiya am Samstag. Dem Sender zufolge behauptet die Terrorgruppe: „Gaza wird nicht der Libanon sein.” Diese Bekanntgabe erfolgt vor dem Hintergrund wiederholter Versuche von Hamas-Aktivisten, die sogenannte Gelbe Linie, welche den ab dem 8. Oktober evakuierten Gaza Envelope markiert, zu durchbrechen, sowie der darauffolgenden Anti-Terror-Operationen des israelischen Militärs. Zudem hält die Terrororganisation die sterblichen Überreste von drei Entführten in der Enklave weiterhin fest und verstößt damit gegen das mit Israel geschlossene Abkommen. Am späten Abend erklärte die Hamas, Berichte über ein Ende der Waffenruhe seien nicht wahr. Der hochrangige Hamas-Funktionär Mousa Abu Marzook bestätigte in einem Interview mit Al Jazeera Mubasher, die Organisation habe den Waffenstillstand nicht beendet.

Anti-Terror-Operationen zur Zerstörung der Infrastruktur der Hamas
Das israelische Militär ist weiterhin in der Enklave im Einsatz, um die unterirdische terroristische Infrastruktur zu zerstören. So stießen IDF-Truppen am frühen Samstagmorgen während operativer Einsätze im östlichen Rafah auf zwölf Terroristen, die aus den Terrortunneln kamen. Sieben von ihnen wurden eliminiert, vier kehrten in den Tunnel zurück und ein Terrorist wurde verhaftet und dem Inlandsgeheimdienst zur Befragung übergeben. Ersten Aussagen zufolge hatten die Terroristen ihren Tunnel verlassen, um Essen und Wasser zu holen.
Auch am Samstag eröffnete ein Terrorist das Feuer auf israelische Militärkräfte. Diese erwiderten den Beschuss und töteten den Angreifer innerhalb der „gelben Linie”. Unter den am Wochenende getöteten Terroristen soll sich laut Al Arabiya auch der Operationsstabskommandeur der Izzadin-al-Qassam-Brigaden, dem „militärischen” Flügel der Hamas, Abu Abdullah al-Hudaydi, befinden. Das israelische Militär hat den Bericht noch nicht bestätigt.
Titelbild: Palästinensische Militante der Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden bei einer Pressekonferenz. Foto: Mohammed Othman/Flash90