zurück zu Aktuelles

Überschwemmungen durch heftige Regenfälle in Israel und Gaza – Abschnitt des Sicherheitszauns zu Judäa und Samaria eingestürzt

JERUSALEM 26.11.2025 (LS) – Israel ist landesweit von ungewöhnlich starken Niederschlägen getroffen worden. Diese verursachten in mehreren Regionen Überschwemmungen. Besonders betroffen waren Gebiete im Zentrum und Norden des Landes, darunter Tel Aviv, Rishon LeZion, Netanja und Teile des Sharon-Gebiets.

Rettungskräfte evakuieren dutzende Menschen

Feuerwehr- und Rettungsteams berichteten, dutzende Menschen mussten aus überfluteten Fahrzeugen und Wohnungen geborgen werden. In mehreren Fällen stiegen Wassermassen innerhalb kurzer Zeit so stark an, dass die Behörden Straßen sperrten und den Verkehr umleiteten.

In den südlichen Landesteilen wurde zudem ein Abschnitt des Sicherheitszauns in Judäa und Samaria beschädigt. Die Wassermengen unterspülten die Fundamente und führten zum Einsturz eines Zaunsegments nahe der Grenze. Die Armee sicherte den Bereich und leitete Reparaturen ein, während weitere Abschnitte verstärkt überwacht wurden, um zusätzliche Schäden frühzeitig zu erkennen.

Feuerwehrleute in Samaria retteten in der Kleinstadt Elkana zehn Personen aus ihren Häusern, als das Hochwasser einen Meter erreichte. Ein Pickup-Truck eines Mitarbeiters der israelischen Gasfirma „Natural Gas Lines“ wurde von einer Sturzflut mitgerissen, nachdem der Yatir-Fluss in der Nähe von Hura über seine Ufer trat und Straßen im Süden Israels überschwemmte.

Ein Mitarbeiter von Israel Natural Gas Lines ist in einem überfluteten Fluss im Süden Israels eingeschlossen, 25. November 2025. Foto: ISRAEL FIRE AND RESCUE AUTHORITY

Die starken Regenfälle führten außerdem zu Stromausfällen, überfluteten Unterführungen und Schäden an städtischer Infrastruktur. Kommunen meldeten Probleme bei der Kanalisation, nachdem Systeme durch die hohen Niederschlagsmengen überlastet wurden. Meteorologische Dienste erklärten, dass innerhalb kurzer Zeit Niederschlagswerte erreicht wurden, die normalerweise erst im späteren Winter auftreten.

Überschwemmungen durch schwere Regenfälle im Gazastreifen

Auch im Gazastreifen kam es nach den heftigen Regenfällen zu großflächigen Überschwemmungen. Besonders betroffen waren dicht besiedelte Stadtviertel sowie provisorische Lager, in denen viele Bewohner nach der Zerstörung ihrer Häuser untergebracht sind. Flutwasser sammelte sich in niedrigen Gebieten und lief in Wohnräume und Zeltunterkünfte. Humanitäre Organisationen berichteten, Regen und starker Wind beschädigten Zelte und hunderte Familien hätten den Schutz ihrer Unterkünfte verloren.

Palästinenser entfernen nach einem Regensturm in Khan Yunis im südlichen Gazastreifen Wasser aus ihren Zelten. Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90

Inmitten der Überschwemmungen erhob die Hamas Vorwürfe gegen Israel. Sie behauptete, Israel habe Schleusentore geöffnet und so die Flutwelle verstärkt. Mehrere unabhängige Beobachter und Analysten erklärten jedoch, es gebe in dem betreffenden Gebiet keine israelischen Schleusen und die Überflutungen seien vielmehr auf saisonale Regenfälle, überlastete Abwassersysteme und beschädigte Infrastruktur zurückzuführen. Auch internationale Wetterdaten bestätigten, dass ungewöhnlich starke Regenfälle die Hauptursache waren.

Mehrere Schulen, medizinische Einrichtungen und Hilfspunkte im Gazastreifen mussten evakuiert oder vorübergehend geschlossen werden.

Titelbild: Der Shikma-Bach im Süden Israels ist nach starken Regenfällen mit Regenwasser gefüllt. Foto: Tsafrir Abayov/Flash90

Weitere News aus dem Heiligen Land