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Iran-nahe Hacker veröffentlichen Informationen über israelische Luft- und Raketenabwehr-Experten – Kopfgeld ausgesetzt

JERUSALEM 17.12.2025 (LS) – Israel ist im Visier einer wachsenden Welle von mit dem Iran verbundenen Cyberangriffen, die sensible Informationen über Mitarbeiter ziviler und militärischer Programme enthüllen. Aktuelle Vorfälle zielen auf Personen, die an der Entwicklung und dem Schutz von Luftverteidigungssystemen beteiligt sind.

Die Veröffentlichung umfasst interne E-Mails, Telefonnummern und andere Daten, begleitet von finanziellen Anreizen für jeden, der neue Informationen liefern kann.

Iran-nahe Hacker doxxen israelische Verteidigungsentwickler

Ein Team von Hackern mit mutmaßlichen Verbindungen zum Iran hat nach Angaben der Jerusalem Post personenbezogene Daten von Israelis öffentlich zugänglich gemacht. Diese Personen stehen im Zusammenhang mit Projekten zur Luft- und Raketenabwehr, darunter Ingenieure, Entwickler und andere Fachkräfte, die an Systemen beteiligt sind, die Israel vor Raketen- und Drohnenangriffen schützen. Viele der veröffentlichten Daten stammen aus geleakten internen Quellen, darunter E-Mails, Adressen, Telefonnummern und berufliche Profile.

Begleitet wird die Veröffentlichung von Kopfgeld-Angeboten. Die Hacker stellen Belohnungen in Aussicht für Hinweise zu weiteren Personen, die an Verteidigungssystemen arbeiten oder als Zielpersonen in Frage kommen könnten. In manchen Fällen werden die ausgeschriebenen Prämien in Form von Kryptowährung oder Bargeld-Belohnungen öffentlich angeboten – ein seltener und gezielt einschüchternder Schritt.

„An die Ingenieure und Mitarbeiter der Besatzungsmacht: Euer Regime kann euch nicht schützen“, schrieb die Hackergruppe in ihrem Blog. „Eure Anonymität ist eine Fantasie, eure Sicherheit eine Illusion. Von diesem Moment an werdet ihr beobachtet. Angst ist keine Option mehr, dies ist eure neue Realität.“

Reaktionen und sicherheitstechnische Dimension

Israels Verteidigungs- und Geheimdienstkreise beobachten solche Angriffe schon seit Jahren. Besonders israelische Luft- und Raketenabwehrsysteme – etwa Iron Dome, David’s Sling, Arrow-3 und andere moderne Schutztechnologien – stellen strategische Schlüsselprogramme dar, die immer wieder Ziel digitaler Angriffe sind. Dass nun persönliche Daten von Entwicklern offengelegt und mit Kopfgeld verbunden werden, gilt als neue Eskalationsstufe.

Fachleute betonen, dass solche Doxxing-Aktionen nicht nur eine Frage der Privatsphäre sind, sondern echte Sicherheitsrisiken bergen. Betroffene könnten Opfer gezielter Erpressung oder gar physischer Angriffe werden.

Cyberabwehrteams in Israel und weltweit versuchen, solche Datenlecks zu schließen, die Quellen der Hacks zu identifizieren und die Verantwortung zurückzuverfolgen. Offizielle Stellen haben noch keine detaillierten öffentlichen Statements zu diesem spezifischen Fall abgegeben, doch Sicherheitskreise warnen stets vor der Kombination aus Cyberangriffen und geopolitischen Spannungen, vor allem zwischen Israel und dem Iran.

Titelbild: Hacker-Angriff auf israelische Facebookseiten. Cyberangriffe sind eine weitere Front im Krieg des Irans gegen Israel. Foto: Abed Rahim Khatib / Flash90

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