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Trotz Waffenruhe: Guerillaangriff aus nächster Nähe – zwei Militärsanitäter schwer verwundet

JERUSALEM, 25.01.2026 (NH) – Der brüchige Waffenstillstand mit der Hamas im Gazastreifen ist nach mehr als zwei Kriegsjahren am 9. Oktober 2025 unter der Ägide des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump unterzeichnet worden. Doch der vermeintlich friedliche „20-Punkte-Plan” des amerikanischen Staatsoberhauptes trügt. Die Hamas verstößt immer wieder gegen den Waffenstillstand und versucht, israelische Soldaten (IDF) anzugreifen. So überfielen nur wenige Tage nach Ausruf der Feuerpause Ende Oktober 2025 vier Hamas-Terroristen eine Verteidigungsstellung der IDF und schossen auf zwei Militärsanitäter aus nächster Nähe. Die beiden Sanitäter, Offizier L. und Unteroffizier G., wurden schwer verletzt. Sie erinnern sich an den Guerilla-Überfall und berichten von ihrer langen Rehabilitation: „Ich habe viel Blut verloren und begann, das Bewusstsein zu verlieren.“

Aus nächster Nähe: Guerillaangriff auf Militärkräfte

Nur zwei Wochen nach dem lang erwarteten Waffenstillstand im Gazastreifen verwandelte sich für die verbliebenen Militärkräfte, die Sicherheitsbereiche innerhalb der Enklave bewachen, ein ruhiger Morgen in ein blutiges Schlachtfeld. Die Armee-Truppe der beiden Militärsanitäter, Offizier L. und Unteroffizier G., war in einem sogenannten „Namera”, einem schwer gepanzerten Mannschaftstransporter, unterwegs. Für Unteroffizier G. war es die erste Einsatzwoche in Gaza und der Trupp hätte gegen Mittag aufbrechen sollen. Was die Truppe nicht mitbekommen hatte: Vier Terroristen hatten sich an ihr Fahrzeug geschlichen und einen Hinterhalt geplant.

Als einer der Soldaten die hintere Tür ihres Panzers öffnete, griffen die Terroristen sie an. Die Hamas-Kämpfer hatten direkt an der hinteren Rampe gelauert und schossen aus nächster Nähe auf die Soldaten. L. und G. wurden schwer verletzt und erlitten Schusswunden an Taille, Brust, Bauch, Händen und Beinen.

Sie wurden gute Freunde. Unteroffizier G. (vorne) und Offizier L. mit dem medizinischen Personal. Foto: Sprecher der IDF

Die Truppe erwiderte das Feuer, schloss die Namera-Rampe und begann, die Verletzten in ein geschütztes Gebiet zu evakuieren. Weitere Militärkräfte vor Ort eliminierten einen Teil der Terroristen, doch die beiden Sanitäter zogen sich im Gefecht lebensgefährliche Schusswunden zu. Die Tatsache, dass die beiden Mediziner selbst verletzt wurden, führte zu weiterem Chaos. Während ihrer Evakuierung legten sie sich gegenseitig lebensrettende Tourniquets an.

Im Sicherheitsgebiet angekommen, wurden sie von einem Bataillonssanitäter behandelt und später per Hubschrauber in das Soroka-Krankenhaus gebracht. Zwar dauerte der blutige Überfall nur wenige Minuten, doch sie reichten aus, um das Leben der beiden Sanitäter für immer zu verändern.

Schwere Schussverletzungen und lange Rehabilitationszeit

Neben schweren, schmerzhaften Operationen, die nicht nur die Behandlung von komplexen Schussverletzungen, die teils Hauttransplantationen erforderten, litten die beiden Sanitäter auch unter gebrochenen Knochen. Obwohl bei den Operationen nicht alle Kugeln aus ihren Körpern entfernt werden konnten, begann für die beiden Soldaten eine lange Reise von Physiotherapien und Rehabilitation. Doch trotz der schmerzhaften Therapie ist den beiden Sanitätern klar, dass sie „mit Gottes Hilfe” in den nächsten Monaten in den aktiven Dienst der israelischen Streitkräfte zurückkehren werden. 

Eine schwierige Rehazeit für L. (rechts) und G. (links) auf der Rehabilitationsstation. Foto: IDF-Sprecher

Seit Beginn der von den USA dirigierten Waffenruhe und der Rückkehr fast aller lebenden und toten Geiseln verletzt die Terrororganisation immer wieder das Abkommen zwischen den Parteien. Die Hamas muss die sterblichen Überreste einer toten Geisel zurückgeben, mit ihrer Entwaffnung beginnen und eine vollständige Entmilitarisierung des Gazastreifens ermöglichen. Doch fast täglich versuchen Hamas-Kämpfer, israelische Soldaten hinter der Gelben Linie zu verletzen, was noch immer zu Angriffen der israelischen Luftwaffe im Gazastreifen führt. Derzeit konzentriert sich das israelische Militär weiterhin auf die Zerstörung von Terrortunneln, Waffenproduktionsstandorten und Raketenabschussrampen innerhalb der Enklave.

Titelbild: Unteroffizier G. (rechts) und Offizier L. (links). Foto: IDF-Sprecher

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