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Verheerender Raketeneinschlag in Beit Shemesh: Neun Menschen bei direktem Treffer getötet

BEIT SHEMESH, 01.03.2026 (NH) – Am Sonntagmittag ist es in der israelischen Stadt Beit Shemesh zu einer Katastrophe gekommen, als im Rahmen der „Operation Roaring Lion” eine iranische ballistische Rakete direkt in einem Wohnviertel einschlug. Bei dem Angriff wurden neun Menschen getötet und nach aktuellem Stand 51 weitere Personen verletzt. Die Rakete traf ein Gebäude sowie einen öffentlichen Schutzraum in der Nähe einer Synagoge. Dabei stürzte das Dach des Bunkers teilweise ein. Durch die Wucht der Explosion und die Druckwelle wurden acht Häuser im Umkreis fast vollständig zerstört. Feuerwehrleute, Such- und Rettungseinheiten sowie Militärsanitäter wurden in das Gebiet entsandt und dabei von einem Hubschrauber unterstützt, der zur Evakuierung der Verletzten eingesetzt wurde. Der Bürgermeister von Beit Shemesh, Shmuel Greenberg, forderte die Bevölkerung auf, sich vom Einschlagsort fernzuhalten, um die Rettungsmaßnahmen fortsetzen zu können.

Dramatische Rettungsmanöver unter Trümmern

Die Rettungskräfte von Magen David Adom (MDA), der Feuerwehr und des Heimatfront-Kommandos berichteten von einem Bild der Verwüstung. Einsatzkräfte retteten unter anderem ein etwa zweijähriges Kleinkind aus einem brennenden Haus, während seine Mutter noch medizinisch versorgt wurde. Unter den Schwerverletzten befindet sich ein zehnjähriges Mädchen, das mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht wurde. Laut dem Bürgermeister von Beit Shemesh, Shmuel Greenberg, waren zeitweise bis zu 20 Personen von der Außenwelt abgeschnitten, während Suchtrupps stundenlang die Trümmer nach Überlebenden durchkämmten. Ein medizinischer Direktor leitete die Evakuierung der Verletzten in die Krankenhäuser Hadassah Ein Kerem, Mount Scopus, Shaare Zedek und Assaf Harofeh.

Anwohner berichten in den israelischen Medien von einer gewaltigen Explosion. Israelis, die in nahegelegenen Schutzbunkern Zuflucht suchten, wurden von der heftigen Druckwelle erfasst und von ihren Matratzen geschleudert.

Mindestens neun Menschen wurden getötet und Dutzende verletzt. Foto: Yoav Dudkevitch/TPS-IL

Ein gezielter Angriff auf die Zivilbevölkerung

Der israelische Polizeichef Danny Levy bezeichnete den Einschlagsort als „äußerst komplexe und schwierige Zone“. Das israelische Militär (IDF) leitete eine Untersuchung ein, da die Warnsirenen ordnungsgemäß funktioniert hatten, der Einschlag jedoch verheerende Folgen hatte. Ein Sprecher der IDF für ausländische Medien, Oberstleutnant Nadav Shoshani, warf dem iranischen Regime vor, gezielt zivile Wohngebiete anzugreifen, um möglichst viele Opfer unter der Bevölkerung zu fordern. Auch Finanzminister Bezalel Smotrich reagierte auf die Tragödie und sprach von einem „Existenzkampf“, während er den betroffenen Familien sein Beileid aussprach.

Vorher – Nachher: Links ist das Wohngebiet mit dem öffentlichen Schutzbunker vor dem iranischen Angriff zu sehen, rechts das zerstörte Wohngebiet nach dem Raketeneinschlag. Foto: privat

Die Katastrophe in Beit Shemesh wurde durch eines der schwersten Bombardements seit Kriegsbeginn verursacht – ein Beschuss, der unaufhörliche Sirenen von der Nordgrenze bis zum südlichen Beer Sheva auslöste, mehr als 15 Minuten andauerte und etwa 40 Raketen umfasste. Bei demselben Beschuss wurde außerdem ein Mann in einem Moshav im Landeszentrum verletzt und das Dach einer Schule beschädigt.

Titelbild: In Beit Shemesh wurden ein Gebäude und ein öffentlicher Schutzbunker direkt von einer iranischen Rakete getroffen. Foto: Yoav Dudkevitch/TPS-IL

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