
Massive Verluste der Revolutionsgarden: Israelische Offensive im Iran weitet sich aus
JERUSALEM, 16. März 2026 – Intensive israelische Luftangriffe erschüttern weiterhin den Iran. Nach Angaben des israelischen Militärs sind seit Beginn der groß angelegten Operationen „Roaring Lion“ und „Epic Fury“ mehr als 6.000 Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden getötet worden. Seit dem Start der Offensive hat die israelische Armee nach eigenen Angaben massive Angriffe auf militärische und sicherheitsrelevante Infrastruktur des iranischen Regimes durchgeführt. Laut dem Militärgeheimdienst Aman wurden dabei mehr als 2.200 Ziele im Iran mit über 10.000 eingesetzten Präzisionsmunitionen attackiert. Am Samstag meldete die israelische Luftwaffe den Abschluss ihrer 400. Angriffswelle gegen Einrichtungen des Regimes in Teheran. Ziel der Operation sei es, die operativen Fähigkeiten und die strukturelle Grundlage der iranischen Führung nachhaltig zu schwächen.
Hohe Verluste unter Revolutionsgarden und Sicherheitskräften
Die Verluste innerhalb der iranischen Sicherheitsstrukturen sind erheblich. Geheimdienstinformationen der israelischen Streitkräfte zufolge wurden seit Beginn der Offensive mehr als 6.000 Mitglieder der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) getötet und rund 15.000 weitere verletzt. Zudem berichten Militärquellen von tausenden Toten und zehntausenden Verletzten innerhalb weiterer Sicherheitskräfte des Regimes, was demnach zu sinkender Moral und ersten Fällen von Desertion geführt haben soll.
Ranghohe israelische Militärvertreter erklärten zudem, der iranische Beschuss auf Ziele in der Türkei und in Aserbaidschan sei „unverständlich“ und verdeutliche eine wachsende Kluft zwischen der politischen Führung in Teheran und den operierenden Einheiten vor Ort. Besonders schwer wiegt der Verlust von Führungspersonal. Bei gezielten Angriffen in Teheran seien hochrangige Geheimdienstoffiziere wie Abdullah Jalali-Nasab und Amir Shariat getötet worden, die als zentrale Figuren innerhalb des iranischen Sicherheitsapparats galten. Unklar bleibt zudem der Aufenthaltsort von Mojtaba Khamenei, dem Sohn des obersten Führers, der seit rund zwei Wochen nicht mehr öffentlich gesehen wurde.
Die israelische Militärführung erklärte, man werde die gezielte Verfolgung und Eliminierung hochrangiger Vertreter des Regimes fortsetzen, um den Druck auf die Führung in Teheran weiter zu erhöhen und deren Entscheidungsstrukturen zu destabilisieren.

Strategische Infrastruktur im Visier
Die israelische Luftwaffe erklärte, innerhalb von 24 Stunden die Luftüberlegenheit über weiten Teilen des iranischen Luftraums erreicht zu haben. Zu den wichtigsten Zielen der Angriffe gehörten nach Militärangaben Kommandozentralen der Revolutionsgarden und der Basidsch-Milizen in Provinzen wie Hamedan und Teheran, Anlagen zur Produktion und zum Einsatz von Raketen und Drohnen sowie zentrale militärische Einrichtungen in mehreren Städten des Landes. Militärquellen zufolge wurden rund 70 Prozent der iranischen ballistischen Raketenwerfer sowie etwa 85 Prozent der Luftverteidigungssysteme beschädigt oder zerstört. In Westiran sei außerdem ein Drohnenlager innerhalb eines Startkomplexes vernichtet worden. Explosionen wurden aus zahlreichen Städten gemeldet, darunter Teheran, Isfahan, Schiras sowie aus dem Hafen Jask am Golf von Oman. Die Angriffe wurden durch US-Streitkräfte unterstützt. Demnach nahmen auch US-Bomber vom Typ B-52 „Stratofortress“ an nächtlichen Missionen teil.
Offensive könnte noch Wochen dauern
Ein Ende der Kampfhandlungen ist derzeit nicht absehbar. Hochrangige israelische Militärvertreter erklärten, die Streitkräfte bereiteten sich auf eine Fortsetzung der Offensive für mindestens weitere drei Wochen vor. Die Planungen reichten demnach bis über das jüdische Passahfest hinaus. Israel zufolge zielt die Operation darauf ab, die iranischen Fähigkeiten zur Produktion und zum Einsatz von Raketen und Drohnen langfristig zu zerstören und damit die Bedrohung für Israel dauerhaft zu reduzieren. Sicherheitskreise gehen davon aus, der iranische Beschuss werde erst enden, wenn entweder ein formelles Abkommen zur Beendigung der Kämpfe erreicht wird oder die militärischen Ziele vollständig umgesetzt sind.
Titelbild: Tarnkappen-Kampfjets vom Typ F-35I „Adir“ der israelischen Luftwaffe. Die israelische Version des F-35-Mehrzweckkampfflugzeugs wird für Präzisionsschläge und Langstreckenoperationen eingesetzt. Foto: IDF