
Irans tödlicher Raketenterror: Neue Gefechtsköpfe und Streumunition erhöhen Gefahr für Israels Bevölkerung
JERUSALEM, 15. März 2026 (NH) – Inmitten der sich verschärfenden militärischen Spannungen zwischen Washington, Jerusalem und dem iranischen Regime hat Teheran seine Raketenangriffe auf Israel fortgesetzt. Erstmals geriet dabei auch die südliche Hafenstadt Eilat ins Visier der Geschosse. Nach Angaben israelischer Behörden wurden am Samstag mindestens sechs Raketensalven auf verschiedene Teile des Landes abgefeuert. Landesweit wurde Luftalarm ausgelöst. Ein Großteil der Raketen konnte von den israelischen Luftabwehrsystemen abgefangen werden. Einzelne Geschosse schlugen jedoch ein oder zerlegten sich über bewohnten Gebieten, wodurch Zivilisten verletzt und Gebäude beschädigt wurden. Sicherheitsexperten warnen, dass neue Gefechtsköpfe und modernisierte Raketen die Bedrohung für die israelische Bevölkerung deutlich erhöhen könnten.
Die tödliche Bedrohung durch Streumunition
Iranische ballistische Raketen tragen in der Regel Sprengköpfe mit einem Gewicht zwischen 500 und 1000 Kilogramm. Der Einschlag einer vollständig intakten Rakete reicht aus, um ein ganzes Gebäude zu zerstören. Während iranische Raketen in der Vergangenheit als relativ unpräzise galten, deuten aktuelle Daten auf deutliche technologische Fortschritte hin. Diese könnten es dem Regime der Ajatollahs ermöglichen, Ziele über größere Entfernungen mit höherer Genauigkeit zu treffen. Ein zentrales Merkmal der jüngsten Angriffe ist jedoch der massive Einsatz von Streumunition. Laut Angaben des israelischen Militärs war etwa die Hälfte der zuletzt abgefeuerten ballistischen Raketen mit Streuköpfen ausgestattet. Diese Sprengköpfe setzen kurz vor dem Einschlag zahlreiche kleinere Sprengsätze, bzw. Submunitionen frei, die sich über ein weites Gebiet verteilen. Das erschwert nicht nur das Abfangen der Raketen, sondern erhöht auch das Risiko für Zivilisten erheblich. Selbst wenn das Trägersystem durch Abwehrsysteme getroffen wird, können sich die Submunitionen über größere Flächen verteilen und so maximale Schäden verursachen. In Eilat wurden nach Behördenangaben bei einem solchen Angriff zwei Menschen verletzt. Unter ihnen ein zwölfjähriger Junge, der schwere Verletzungen an den Gliedmaßen erlitt und operiert werden musste.
Technologische Eskalation: „Stahlmonster“ und Hyperschall
Während die USA und Israel nach eigenen Angaben vor allem militärische Einrichtungen, Raketenstellungen und andere regimenahe Ziele im Iran angreifen, richten sich iranische Raketen gezielt gegen zivile Gebiete. Die Bedrohungslage der israelischen Zivilbevölkerung könnte sich nach Einschätzung von Sicherheitsexperten weiter verschärfen. Der Iran verfügt bereits über das größte und vielfältigste Arsenal ballistischer Raketen im Nahen Osten – das Ergebnis jahrzehntelanger Entwicklung und hoher Investitionen.
Das iranische Verteidigungsministerium kündigte zuletzt den verstärkten Einsatz „aufgerüsteter Waffen“ an, die über größere Zerstörungskraft, höhere Präzision und verbesserte Manövrierfähigkeit verfügen sollen. Iranische Militärvertreter sprachen offen davon, künftig nur noch Raketen mit Sprengköpfen von über einer Tonne Gewicht – sogenannte „Stahlmonster“ – einzusetzen, um maximale Zerstörung in israelischen Bevölkerungszentren anzurichten. Besonders besorgniserregend sind Raketentypen wie der „Fattah“, der durch seine hyperschall-ähnliche Geschwindigkeit und unvorhersehbare Flugbahnen eine extreme Herausforderung für bestehende Abwehrsysteme darstellt. Trotz der Zerstörung vieler iranischer Abschussrampen durch die israelische Luftwaffe bleibt das iranische Arsenal groß genug, um die Angriffe über einen längeren Zeitraum fortzusetzen.
Titelbild: Sicherheitskräfte begutachten Schäden an der Stelle, an der eine auf Israel abgefeuerte Rakete am 14. März 2026 in Eilat im Süden Israels eingeschlagen ist. Foto: Yehuda Ben Itach/Flash90