
US-Geheimdienstbericht: Selbst Ali Chamenei zweifelte an den Fähigkeiten seines Sohnes als Nachfolger
JERUSALEM 16.03.2026 (LS) – Nach Angaben von US-Geheimdiensten soll der ehemalige Ajatollah Ali Chamenei seinen eigenen Sohn Mojtaba Chamenei intern als ungeeignet für die Führung des Landes betrachtet haben. Sein Vater hielt ihn dem Bericht zufolge für „nicht sehr klug“ und war der Meinung, er besitze nicht die Fähigkeiten, die für die Führung der Islamischen Republik erforderlich sind.
Diese Einschätzungen stehen im starken Kontrast zu der Entwicklung nach dem Tod des Ajatollahs. Sein Sohn Mojtaba wurde als sein Nachfolger für die Spitze des iranischen Machtapparates ausgewählt.
Der neue Machthaber im Iran
Mojtaba Chamenei wurde 1969 geboren und ist einer der vier Söhne Ali Chameneis, der mehr als drei Jahrzehnte lang als oberster Führer des Iran regierte. Obwohl Mojtaba lange kein offizielles politisches Spitzenamt innehatte, galt er innerhalb des Systems als einflussreiche Figur hinter den Kulissen. Beobachter berichten, dass er über Jahre hinweg den Zugang zum Büro seines Vaters kontrollierte und enge Beziehungen zu den iranischen Revolutionsgarden aufbaute. Gerade diese Verbindungen sollen ihm letztlich geholfen haben, sich innerhalb des Regimes durchzusetzen.
Einfluss innerhalb des Sicherheitsapparates
Beobachter führen Mojtabas Aufstieg auch auf seine Rolle innerhalb des iranischen Sicherheitsapparates zurück. Während der Protestbewegungen nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2009 soll Mojtaba Chamenei laut mehreren Berichten eine wichtige Rolle bei der Koordination zwischen der politischen Führung und den Revolutionsgarden gespielt haben. Kritiker des Regimes sehen ihn seitdem als Vertreter der besonders harten Linie innerhalb der Machtelite.
Ein weiterer Kritikpunkt vieler Beobachter betrifft seine religiöse Autorität. Anders als frühere iranische Führer verfügt Mojtaba Chamenei nicht über den gleichen theologischen Rang innerhalb der schiitischen Geistlichkeit. Einige Analysten sehen darin ein mögliches Problem für seine langfristige Legitimität, da das Amt des Obersten Führers traditionell mit hoher religiöser Autorität verbunden ist.
Fraglicher Gesundheitszustand
Zudem häufen sich die Gerüchte, Mojtaba könnte sehr schwer verletzt und nicht in der Lage sein, sein Amt auszuführen.
Trump erklärte in einem Interview mit Fox News: „Die Führung des Iran ist weg. Die zweite Führung ist weg. Jetzt steckt die dritte Führung in Schwierigkeiten, und das ist jemand, den der Vater gar nicht wollte.“ US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte zudem, Mojtaba sei verwundet und wahrscheinlich verstümmelt. Außerdem stellte er nach zwei Wochen andauernder amerikanischer und israelischer Angriffe Chameneis Führungsfähigkeit in Frage.
Letzte Woche berichtete das iranische Staatsfernsehen, Mojtaba sei im aktuellen Krieg verwundet worden, nannte jedoch keine weiteren Einzelheiten zu der Art der Verletzung. Seit seiner Ernennung zum Obersten Führer des Iran ist er nicht öffentlich aufgetreten.
Titelbild: Eine Fernsehsendung am 12. März 2026, in der eine Botschaft des neuen Obersten Führers des Iran, Mojtaba Chamenei, an die internationale Gemeinschaft gezeigt wird. Foto: Nati Shohat/Flash90