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Israelische Angriffe in Teheran: Revolutionsgarden und Luftabwehr im Visier

JERUSALEM 19.03.2026 (LS) – Die israelische Luftwaffe hat eine neue Angriffswelle auf Ziele im Iran gestartet und dabei erstmals direkt zentrale Einrichtungen der Revolutionsgarden in Teheran ins Visier genommen. Nach Angaben der israelischen Armee (IDF) wurden unter anderem das Hauptquartier der Marine der Revolutionsgarden sowie iranische Luftverteidigungssysteme angegriffen. Das Hauptquartier habe über Jahre hinweg als Kommandozentrale für Operationen im maritimen Bereich gedient.

Zusätzlich richteten sich die Angriffe gegen weitere militärische Einrichtungen und Verteidigungssysteme, die Israels Luftwaffe zuvor daran gehindert hatten, tief im iranischen Staatsgebiet zu operieren. Ziel der Operation ist es offenbar, die Fähigkeit Irans zu schwächen, seine Infrastruktur und militärischen Anlagen zu schützen.

Laut Berichten haben die israelischen Streitkräfte am Mittwochabend zudem zum ersten Mal Schiffe der iranischen Marine im Hafen von Bandar Anzali am Kaspischen Meer angegriffen.

Schläge gegen Irans militärisches Herzstück

Die gezielten Angriffe auf Einrichtungen der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) markieren eine weitere Eskalation im Konflikt. Die IRGC gilt als das zentrale Machtinstrument des iranischen Regimes und ist sowohl für militärische Operationen als auch für strategische Entscheidungen verantwortlich.

Wartungsanlage des Bereichs für allgemeine Logistik und Unterstützung der inneren Sicherheitskräfte in Teheran, die am 17. März 2026 von der IDF angegriffen wurde. Foto: IDF SPOKESPERSON’S UNIT

Militäranalysten sehen in der Zerstörung von Luftabwehrsystemen einen entscheidenden Schritt, um Israel größere Bewegungsfreiheit im iranischen Luftraum zu verschaffen. Dadurch könnten weitere Angriffe auf strategische Ziele – etwa Raketenbasen oder Nuklearanlagen – erleichtert werden.

Die Angriffe zeigen zudem, dass Israel seine Strategie konsequent weiterverfolgt: Bedrohungen sollen nicht nur abgewehrt, sondern direkt an ihrer Quelle ausgeschaltet werden.

Iran droht mit Angriffen auf Öl-Anlagen im Golf

Parallel zu den israelischen Angriffen verschärfte der Iran seine Drohungen gegen die Region. Nach dem israelischen Luftangriff auf das South-Pars-Gasfeld im Iran kündigte der Kommandeur der Marine der Revolutionsgarden an, im Falle weiterer Angriffe Energieanlagen in den Golfstaaten ins Visier zu nehmen.

Diese Drohungen sind nicht neu, haben aber durch die jüngsten Entwicklungen deutlich an Gewicht gewonnen. Berichten zufolge äußerte der Iran bereits konkrete Warnungen, Ölraffinerien und Gasanlagen in Ländern wie Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar könnten angegriffen werden.

Ein großer Teil der weltweiten Energieversorgung läuft über den Persischen Golf. Bereits jetzt haben Angriffe und Spannungen in der Region zu steigenden Ölpreisen und Sorgen über eine globale Energiekrise geführt.

Titelbild: Israelischer Kampfjet vor Abflug. Foto: IDF Spokesperson’s Unit

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