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Trump: Wir haben nahezu alle militärischen Ziele im Iran erreicht, aber der Krieg geht weiter

JERUSALEM / WASHINGTON, 02.04.2026 (TM) – US-Präsident Donald Trump hat in einer Rede an die Nation unterstrichen, dass nahezu alle militärischen Ziele im Krieg gegen den Iran erreicht worden seien. Gleichzeitig werde der militärische Druck auf das Mullah-Regime in Teheran aufrecht erhalten, der Krieg werde deshalb noch „zwei oder drei Wochen“ weitergehen. In einer Erklärung, die im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde, kündigte der Iran an, als Reaktion auf die Drohungen „größere und zerstörerischere“ Angriffe gegen die Vereinigten Staaten und Israel durchzuführen.

In seiner Rede lobte Trump die „schnellen, entschlossenen und vernichtenden“ Schläge, die dem Iran in den vergangenen Kriegswochen zugefügt worden seien, und sprach von „Siegen, wie sie nur wenige Menschen je zuvor gesehen haben“.

Marine und Luftwaffe ausgelöscht“

„Heute ist die iranische Marine ausgelöscht, ihre Luftwaffe liegt in Trümmern, die meisten ihrer Führer sind tot. Ihre Kommando- und Kontrollstrukturen über das Korps der Islamischen Revolutionsgarden werden in diesem Moment dezimiert“, erklärte der Präsident im Weißen Haus. „Ihre Fähigkeit, Raketen und Drohnen abzufeuern, ist drastisch eingeschränkt, und ihre Waffenfabriken und Raketenwerfer wurden in Stücke gerissen – nur sehr wenige sind noch übrig.“

Unklar ist, inwieweit der Iran militärisch geschwächt ist. Er ist jedenfalls weiterhin in der Lage, Israel mit ballistischen Raketen anzugrreifen. Hier Rettungskräfte nach einem Einschlag in Tel Aviv. Foto: Flash90

„Wenn diese Terroristen über Atomwaffen verfügen würden, wäre das eine unerträgliche Bedrohung. Das brutalste und gewalttätigste Regime der Welt hätte dann freie Hand, seine Kampagnen des Terrors, der Unterdrückung, der Eroberung und des Massenmords hinter einem atomaren Schutzschild fortzusetzen. Das werde ich niemals zulassen“, versicherte Trump. Seit Jahren sagten alle, dass der Iran keine Atomwaffen haben dürfe, aber letztendlich seien das nur leere Worte, wenn man nicht bereit sei zu handeln, wenn es darauf ankommt.

In seiner Ansprache betonte Trump erneut, dass „ein Regimewechsel nicht unser Ziel war, wir haben nie von einem Regimewechsel gesprochen“. Dennoch unterstrich er, dass „ein Regimewechsel stattgefunden hat“, da „alle ihre Führer nun tot sind“, und erklärte, dass die Übrigen „weniger radikal und viel vernünftiger“ seien.

Wir werden sie in die Steinzeit schicken“

Trump kündigte an, in den nächsten zwei bis drei Wochen massiv gegen den Iran vorzugehen: „Wenn es zu keiner Einigung kommt, werden wir jedes einzelne ihrer Kraftwerke sehr hart und wahrscheinlich gleichzeitig angreifen“, erklärte Trump und fügte hinzu, dass die USA bisher davon abgesehen hätten, die iranische Ölinfrastruktur anzugreifen, weil ihnen dadurch nicht einmal die geringste Chance auf Überleben oder Wiederaufbau bleiben würde. „Wir werden sie zurück in die Steinzeit schicken, wo sie hingehören“, drohte Trump und erklärte, dass „in der Zwischenzeit Gespräche im Gange sind.“

Der Präsident rückte davon ab, dass die Öffnung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Straße von Hormus eines seiner Kriegsziele sei. Nachdem die Nato-Verbündeten nicht bereit gewesen seien, die USA in diesem Krieg zu unterstützen, müssten die Europäer nun sehen, wie sie ihre Probleme lösten. Sie könnten die Meerenge selbst befreien oder Öl in den USA kaufen, bot er an.

Iran: Es gibt keine Verhandlungen

Mehrere US-Geheimdienste seien zu dem Schluss gekommen, dass Teheran Verhandlungen nicht ernst nehmen würde, berichtete die New York Times. Das iranische Außenministerium warf den Vereinigten Staaten vor, „maximalistische und irrationale“ Forderungen zu stellen, und bestritt, dass Verhandlungen über einen Waffenstillstand stattfänden. In einer Erklärung, die im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde, erklärte das „Einsatzkommando Khatam al-Anbiya“ mit Blick auf die USA: „Dieser Krieg wird so lange andauern, bis ihr gedemütigt seid, bis ihr in Schande geraten seid, bis ihr dauerhaftes und unweigerliches Bedauern empfindet und bis ihr kapituliert.“

Titelbild: US-Präsident Donald Trump unterstrich in seiner Rede die bislang erreichen militärischen Erfolge. Wie es mit dem Iran-Krieg weitergeht, ließ er weitgehend offen. Foto: Alex Brandon/Pool via Reuters

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