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Eskalation am Golf – Trump ordnet Seeblockade der Straße von Hormus an

JERUSALEM, 13.04.2026 (NH) – Nach dem Scheitern amerikanisch-iranischer Gespräche in Pakistan hat US-Präsident Donald Trump eine umfassende militärische Seeblockade der Straße von Hormus angekündigt. Über die Plattform Truth Social erklärte Trump, die US-Marine habe den Auftrag, Schiffe abzufangen, die versuchen, die strategisch wichtige Wasserstraße zu passieren oder zu verlassen. Zudem solle die Marine mit der Räumung von Minen beginnen, die in dem Seeweg verlegt worden seien. Weiter wies Trump die Streitkräfte an, Schiffe in internationalen Gewässern zu kontrollieren, die Gebühren an den Iran gezahlt haben sollen. Die Anweisungen folgen auf iranische Warnungen an US-Truppen, Aktivitäten in der Straße von Hormus aufzunehmen.

Netanjahu: „Kampagne noch nicht beendet“

Zur Begründung verwies Trump darauf, dass der Iran nicht bereit sei, seine nuklearen Ambitionen aufzugeben. Dies bezeichnete er als „weltweite Erpressung“. Für den Fall weiterer Eskalationen drohte Trump mit massiver Vergeltung: Jeder Angriff auf US-Kräfte oder zivile Schiffe werde konsequent beantwortet.

Flankiert wird die amerikanische Linie von deutlichen Signalen aus Jerusalem. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu betonte, der Einsatz gegen den Iran sei „noch nicht beendet“. Trotz der Erfolge vorangegangener Operationen wie „Rising Lion“ und „Roaring Lion“, durch die nach israelischen Angaben Atomanlagen und Raketenproduktionsstätten geschwächt worden seien, gebe es weiterhin „mehr zu tun“. Netanjahu erklärte, angereichertes Material müsse den Iran entweder durch ein Abkommen oder „auf anderem Wege“ verlassen. Nach seinen Angaben sei das iranische Regime durch die bisherigen Angriffe so geschwächt wie seit 1979 nicht mehr und dränge auf eine Waffenruhe.

IDF in höchster Alarmbereitschaft

Nach dem Zusammenbruch der diplomatischen Bemühungen in Islamabad hat der Chef des israelischen Generalstabs, Generalleutnant Eyal Zamir, die Streitkräfte (IDF) in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Er ordnete einen strukturierten Vorbereitungsmodus an, der auf eine mögliche Wiederaufnahme der Kämpfe abzielt. Während der Militärgeheimdienst seine Zielkataloge im Iran erweitert, bereitet die Luftwaffe nach Militärangaben umfassende Angriffsszenarien vor. Zamir erklärte bei einem Truppenbesuch, die IDF sei bereit, „mit voller Kraft“ zu handeln, falls dies erforderlich werde. Zugleich betonte er, eine politische Entscheidung über eine neue Offensive stehe noch aus. Die Reaktionszeiten seien jedoch verkürzt und die Luftabwehr verstärkt worden, um auf verschiedene Szenarien vorbereitet zu sein.

Titelbild: US-Präsident Donald Trump trifft sich am 4. Februar 2025 im Weißen Haus in Washington, D.C., mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Foto: Liri Agami/Flash90

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