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Trump bezeichnet Irans Antwort auf US-Vorschlag als „völlig inakzeptabel“ – Netanjahu: „Der Krieg ist nicht vorbei“

JERUSALEM 11.05.2026 (LS) – Der Iran hat am Sonntag seine Antwort auf den jüngsten US-Friedensvorschlag über den Vermittler Pakistan an Washington übermittelt. Die Reaktion folgte prompt: US-Präsident Donald Trump bezeichnete das iranische Angebot auf Truth Social als „VÖLLIG INAKZEPTABEL“, während der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu in einem CBS-Interview klarstellte, der Krieg sei noch nicht beendet.

Teheran will Atomfrage ausklammern – Trump lehnt ab

Irans staatliche Nachrichtenagentur ISNA teilte mit, der Schwerpunkt von Teherans Antwort liege auf der „Beendigung des Krieges und der maritimen Sicherheit“ im Persischen Golf und in der Straße von Hormus – ohne weitere Details zu nennen.

Laut dem Wall Street Journal stimmte der Iran den US-Forderungen bezüglich seines Atomprogramms und des Vorrats an hochangereichertem Uran nicht zu. Stattdessen forderte Teheran separate Atomverhandlungen und schlug vor, einen Teil des hochangereicherten Urans zu verdünnen und den Rest in ein Drittland zu schicken. Darüber hinaus enthält die iranische Antwort Forderungen nach Garantien gegen weitere Aggression, der Aufhebung der US-Sanktionen sowie nach iranischer Verwaltung der Straße von Hormus.

Trump wies das Angebot umgehend zurück und schrieb auf Truth Social: „Der Iran spielt seit 47 Jahren Spielchen mit den USA und dem Rest der Welt. Sie werden nicht mehr lachen!“ Er hatte Irans Antwort bis Freitag erwartet – das Warten zog sich jedoch über das Wochenende hin.

Netanjahu bei CBS: „Man geht rein und holt es raus“

Netanjahu bekräftigte in einem vorab veröffentlichten Ausschnitt aus dem CBS-Magazin „60 Minutes“, der Krieg sei nicht vorbei: „Es gibt noch angereichertes Uran, das aus dem Iran herausgeholt werden muss. Es gibt noch Anreicherungsanlagen, die demontiert werden müssen. Es gibt noch Stellvertreter, die der Iran unterstützt, und ballistische Raketen, die sie noch produzieren wollen. Wir haben vieles davon degradiert, aber all das ist noch vorhanden – und es gibt noch Arbeit zu tun.“ Auf die Frage, wie das angereicherte Uran entfernt werden solle, antwortete Netanjahu knapp: „Man geht rein und holt es raus.“

Trump sah das entspannter: „Wir werden das irgendwann bekommen, wann immer wir wollen. Wir haben das sehr gut überwacht. Wenn jemand sich dem Ort nähert, werden wir es wissen – und wir werden sie in die Luft jagen.“ Trump betonte dennoch, die USA könnten falls nötig „noch zwei Wochen lang Angriffe auf jedes einzelne Ziel durchführen“.

Iran gibt nicht nach und beschießt Golfregion mit Drohnen

Irans Präsident Masoud Pezeshkian erklärte auf X: „Wir werden uns dem Feind niemals beugen. Wenn von Dialog oder Verhandlung die Rede ist, bedeutet das keine Kapitulation oder Rückzug – das Ziel ist es, die Rechte der iranischen Nation zu wahren und nationale Interessen mit entschlossener Stärke zu verteidigen.“

Während die Diplomatie stockt, bleibt die Lage in der Region angespannt: Die VAE fingen zwei iranische Drohnen ab, Kuwait meldete feindliche Drohnen in seinem Luftraum, und in Katar wurde ein Frachtschiff aus Abu Dhabi von einer Drohne getroffen. Das US-Zentralkommando erklärte, seine Streitkräfte hätten seit Beginn der Blockade insgesamt 61 Handelsschiffe umgeleitet und vier weitere außer Gefecht gesetzt.

Titelbild: Trump und Netanjahu werden auf einem Plakat in Tel Aviv gelobt. „Kommentatoren reden – Führungspersonen führen“ und darunter „Netanjahu, das Volk Israel lebt und steht an Deiner Seite“ Foto: Miriam Alster/Flash90

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