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Israel tötet Hamas-Militärchef al-Haddad – COGAT warnt: der derzeitige Überschuss an Hilfslieferungen stärkt die Terrororganisation

JERUSALEM 17.05.2026 (LS) – Mit der Eliminierung von Izz al-Din al-Haddad hat Israel den letzten hochrangigen Architekten des 7.-Oktober-Massakers getötet, der sich noch in Gaza befand. Gleichzeitig warnt ein COGAT-Dokument: Die humanitäre Hilfe, die täglich in den Gazastreifen strömt, ist doppelt so hoch wie nötig – und stärkt Hamas systematisch.

Der „Geist“ ist tot – jahrelange Geheimdienstarbeit führt zum Ziel

Hamas-Militärführer Izz al-Din al-Haddad wurde am Freitag bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen getötet. Der Generalstabschef der israelischen Armee, Eyal Zamir, bezeichnete die Operation als „bedeutenden operativen Erfolg“. „In jedem Gespräch, das ich mit den zurückgekehrten Geiseln geführt habe, tauchte der Name des Erzterroristen Izz al-Din al-Haddad immer wieder auf – als einer der Haupttäter des 7.-Oktober-Massakers und als Chef des militärischen Flügels der Hamas. Heute ist es uns gelungen, ihn zu eliminieren“, verkündete Zamir.

Al-Haddad, von Hamas-Quellen als „der Geist“ bezeichnet, überlebte mehrere israelische Eliminierungsversuche. Er übernahm seine Rolle als militärischer Anführer in Gaza nach der Tötung von Mohammed Sinwar im Mai 2025. Der Angriff wurde von der politischen Führung etwa zehn Tage vor seiner Ausführung genehmigt. In dieser Zeit stand al-Haddad unter kontinuierlicher Überwachung. Die Luftwaffe führte vor dem Angriff eine Täuschungsoperation durch, um al-Haddads engsten Kreis in falscher Sicherheit zu wiegen.

Die israelischen Streitkräfte bestätigen den Tod des Hamas-Militärchefs Izz ad-Din al-Haddad am 16. Mai 2026. Foto: IDF SPOKESPERSON’S UNIT

Al-Haddad war das höchstrangige Mitglied des Hamas-Militärflügels und der letzte Anführer des 7.-Oktober-Angriffs, der noch im Gazastreifen operierte. Er war seit der Gründung des militärischen Flügels 1987 Mitglied der Terrororganisation. Die ehemaligen Geiseln Liri Albag und Emily Damari meldeten sich unmittelbar nach der Bestätigung zu Wort. Damari schrieb: „Es ist offiziell – al-Haddad wurde eliminiert! Er plante den 7. Oktober, ermordete meine Freunde und viele andere liebe Menschen. Er plante meine Entführung und hielt mich in Hamas-Tunneln fest. Mit Gottes Hilfe werden wir jeden dieser Terroristen erreichen.“ Liri Albag, die persönlich von Verteidigunsminister Israel Katz informiert wurde, äußerte ebenfalls große Erleichterung.

Zusätzlich gab die israelische Armee (IDF) am Samstag bekannt, zwei weitere Hamas-Terroristen getötet zu haben, die während des Massakers vom 7. Oktober nach Israel eingedrungen waren. Kurz zuvor hatten die beiden Terroristen versucht, Anschläge gegen israelische Truppen zu verüben, die in dem Gebiet im Einsatz waren.

600 Lastwagen täglich – mehr als doppelt so viel wie nötig

Ein als vertraulich eingestuftes internes Dokument der Koordinierungsstelle COGAT, das der politischen Führung Israels vorgelegt wurde, warnt, das Volumen der humanitären Hilfe, die in den Gazastreifen gelangt, sei doppelt so hoch wie tatsächlich benötigt. Dies unterstütze Hamas effektiv bei ihrem Wiederaufbau. Gaza benötige etwa 250 Lastwagen pro Tag, um den grundlegenden humanitären Bedarf zu decken. Israel lässt jedoch 600 Lastwagen täglich passieren, hauptsächlich aufgrund von Verpflichtungen aus Waffenstillstandsvereinbarungen.

Die COGAT-Studie in Zusammenarbeit mit Geheimdiensten und internationalen Stellen ergab, dass Hamas die dadurch entstehenden erheblichen Überschüsse systematisch ausnutzt. Das Dokument stellt fest: „Jeder Lastwagen über den tatsächlichen humanitären Bedarf hinaus stärkt Hamas“. Die Terrororganisation beschlagnahmt Waren, besteuert lokale Händler und hortet Lebensmittel in ihren Lagern.

Neben den Hunderten unnötiger Lastwagen täglich gibt es laut COGAT zwei weitere Sicherheitslücken: das Einschmuggeln von Drogen und Waffen per Drohne aus Ägypten und Israel sowie sogenannte Zaunschmuggel-Operationen durch kriminelle Elemente. Zollarbeiter entdeckten dabei Tabak in Teebeuteln, Maschinenöl in gewöhnlichen Ölflaschen und Glycerin in Wasserflaschen.

Titelbild: Ein israelischer Reservist inspiziert am Grenzübergang Kerem Shalom einen Lkw eines humanitären Hilfskonvois. Foto: Tsafrir Abayov/Flash90

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