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Israel greift Hamas-Hauptquartier an – Terrorist an Nordgrenze getötet

JERUSALEM, 10.06.2026 (DR) – Der Waffenstillstand mit dem Iran verschafft Israel keine Atempause: Die israelische Armee (IDF) kämpft weiterhin an zwei Fronten – gegen den Wiederaufbau der Hamas-Infrastruktur in Gaza und gegen Angriffe aus dem Libanon. Am Dienstag drang ein bewaffneter Terrorist im Grenzbereich in israelisches Gebiet ein und wurde getötet; gleichzeitig bestätigte die IDF Angriffe auf Hamas-Ziele im Süden des Gazastreifens.

Hamas nutzt Waffenruhe zum Wiederaufbau

Bereits am Sonntag traf die IDF das Hauptquartier der Marinepolizei der Hamas im Raum Chan Junis im südlichen Gazastreifen. Die Einrichtung habe dazu gedient, Angriffe auf israelische Soldaten und den Staat Israel zu planen und auszuführen. Zugleich sei sie genutzt worden, um militärische Kapazitäten der Hamas unter dem Deckmantel der laufenden Waffenruhe wiederaufzubauen – durch den Missbrauch ziviler Einrichtungen und Infrastruktur zum Waffenschmuggel.

Bei dem Angriff kamen mehrere Terroristen ums Leben, darunter ein Kommandeur des Hamas-Militärflügels. Bereits in der Vorwoche hatte die IDF drei Waffenlager im Süden Gazas getroffen. Vorab gewarnte Anwohner ermöglichten es der Armee, Hamas-Terroristen zu identifizieren, die versuchten, Waffen mit Fahrzeugen abzutransportieren – auch diese wurden angegriffen.

Eindringling an der Nordgrenze getötet

Trotz umfangreicher IDF-Präsenz im Südlibanon gelang es einem Terroristen am Dienstagnachmittag, im Grenzbereich in israelisches Gebiet einzudringen. Im Bereich des Ramim-Höhenzugs, etwa einen Kilometer von Margaliot entfernt, eröffnete er das Feuer auf Soldaten. Israelische Kräfte erschossen ihn sofort, eigene Soldaten blieben unverletzt.

Der Mann trug eine Uniform und war mit Pistole und Messer bewaffnet. Seine Organisationszugehörigkeit blieb zunächst ungeklärt. Bewohner der Grenzorte Margaliot, Manara und Misgav Am wurden angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben; die Armee sperrte umliegende Straßen und setzte zusätzliche Kräfte ein. Gegen 18 Uhr erklärte die IDF, die Lage sei unter Kontrolle und der Vorfall isoliert..

Zuvor hatte die IDF am selben Tag Angriffe auf die libanesische Stadt Tyrus durchgeführt und dabei auch Bewohner eines christlichen Stadtviertels aufgefordert, das Gebiet in Richtung Norden zu verlassen – Hisbollah nutze die Gegend für Operationen, die die Zivilbevölkerung in Gefahr bringen. Laut libanesischem Gesundheitsministerium kamen bei den Angriffen auf Tyrus mindestens elf Menschen ums Leben; das Ministerium unterscheidet in seinen Angaben nicht zwischen Kombattanten und Zivilisten. Die IDF hat sich zu diesen Angaben bislang nicht geäußert.

Titelbild: Ein israelischer Soldat geht während einer israelischen Militäroperation durch ein Dorf im Süd-Libanon, 17.05.2026. Foto: David Cohen/Flash90

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