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Israel geht gegen Krypto-Netzwerk der Iranischen Revolutionsgarden vor

JERUSALEM, 02.07.2026 (DR) – Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat Sanktionsanordnungen gegen 37 digitale Geldbörsen unterzeichnet. In solchen digitalen Geldbörsen, auch Krypto-Wallets genannt, werden Kryptowährungen verwahrt und weitergeleitet. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums waren sie Teil eines Finanzierungsnetzwerks der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC). Über dieses Netzwerk sollen Gelder an Hisbollah und weitere von Iran unterstützte Terrororganisationen geflossen sein.

Kryptowährungen sind digitale Zahlungsmittel, die ohne klassische Banküberweisung übertragen werden können. Für Terrororganisationen sind solche Transfers attraktiv, weil sie grenzüberschreitend, schnell und teils schwerer nachzuverfolgen sind als herkömmliche Finanzwege. In den 37 digitalen Geldbörsen befanden sich demnach Kryptowährungen im Wert von mehr als 24 Millionen Schekel (ca. 7 Millionen Euro). Das Nationale Büro zur Bekämpfung der Terrorfinanzierung im Verteidigungsministerium hatte sie gemeinsam mit israelischen Geheimdienststellen untersucht.

Dutzende Millionen Dollar über Jahre transferiert

Laut Verteidigungsministerium dienten die digitalen Geldbörsen dazu, Gelder an iranische Stellvertreter in der Region weiterzuleiten. Im Zentrum stand demnach vor allem die Hisbollah im Libanon. Eine Analyse habe ergeben, dass über die Infrastruktur im Laufe der Jahre Dutzende Millionen Dollar an verschiedene Terrororganisationen transferiert worden seien.

Unklar blieb zunächst, ob die nun angekündigten Sanktionen auch eine tatsächliche Beschlagnahmung der Kryptowährungen bedeuten. Israel hatte in der Vergangenheit bereits Krypto-Geldbörsen beschlagnahmt, die nach Angaben der Behörden zur Terrorfinanzierung genutzt wurden.

Katz: Kampf gegen die Geldströme

Das Verteidigungsministerium bezeichnete den Schritt als Teil einer anhaltenden Kampagne gegen die IRGC und ihre Stellvertreter. Neben der Hisbollah zählte dazu auch Hamas und die Huthi im Jemen. Die Unterbrechung der Finanzierungswege sei das Ergebnis gemeinsamer nachrichtendienstlicher, operativer und juristischer Arbeit des Nationalen Büros zur Bekämpfung der Terrorfinanzierung mit weiteren israelischen Sicherheitsbehörden.

Katz betonte, der Kampf gegen Iran finde nicht nur auf dem Schlachtfeld statt, sondern auch gegen das Geld, das den Terror antreibe: „Jeder Dollar, der den Revolutionsgarden entzogen wird, ist ein Dollar, der nicht bei Hisbollah, Hamas, den Huthi und den Terror-Stellvertretern Irans ankommt.“ Der Leiter des Büros, Yorai Matzlawi, erklärte ergänzend, auch im Kryptobereich gebe es keine Immunität für Terrorfinanzierer. Israel werde weiter gegen die Finanzkanäle der „iranischen Terrorachse“ vorgehen.

Titelbild: Symbolbild zu Kryptowährungen und digitalen Finanzströmen. Bild: Pete Linforth/Pixabay, farblich bearbeitet

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