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Iran greift US-Stützpunkte in mehreren Ländern des Nahen Ostens an

JERUSALEM, 19.07.2026 (DR) – Bei einem iranischen Raketen- und Drohnenangriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien sind zwei amerikanische Soldaten getötet worden. Ein weiterer Soldat wird vermisst. Vier weitere Soldaten wurden wegen Verletzungen behandelt und kehrten anschließend in den Dienst zurück, teilte das US-Zentralkommando mit. Als Reaktion flog das US-Militär heute neue Luftangriffe gegen Einrichtungen der iranischen Revolutionsgarden.

Die iranischen Revolutionsgarden übernahmen Verantwortung für die am Samstag koordinierten Angriffe auf amerikanische Militäreinrichtungen in Jordanien, Kuwait und Bahrain. Auch in Saudi-Arabien ertönten Warnsirenen. Iran hatte zunächst jedoch keinen Angriff auf das Königreich für sich beansprucht.

Schäden in Kuwait und Angriffe auf Jordanien

Nach Angaben des jordanischen Militärs fing die Luftabwehr zehn ballistische Raketen und vier Drohnen ab. Die Revolutionsgarden behaupteten zudem, mehrere amerikanische Flugzeuge zerstört zu haben. Unabhängig bestätigt wurde diese Darstellung bislang nicht.

In Kuwait richteten iranische Angriffe Schäden an mehreren Einrichtungen an. Betroffen waren unter anderem eine Anlage zur Stromerzeugung und Meerwasserentsalzung sowie eine Einrichtung der staatlichen Ölgesellschaft. Dabei wurden Menschen verletzt. Der Betrieb des internationalen Flughafens von Kuwait wurde zeitweise eingestellt.

Iran erklärte außerdem, den Luftwaffenstützpunkt Scheich Isa und ein Datenzentrum in Bahrain angegriffen zu haben. Das bahrainische Innenministerium meldete mehrfach Luftalarm.

Angeblicher Angriff auf verlassenen Stützpunkt in Syrien

Bereits am Freitag hatte Iran nach eigenen Angaben ein ehemaliges amerikanisches Kommandozentrum bei Al-Tanf im Süden Syriens angegriffen. Die USA hatten den Stützpunkt bereits im Februar geräumt. Eine syrische Militärquelle bestätigte einen iranischen Angriff in der Nähe des Ortes. Die Geschosse hätten den früheren US-Stützpunkt jedoch nicht getroffen. Opfer oder Sachschäden habe es nicht gegeben.

Einen Tag zuvor hatten syrische Sicherheitskräfte eine für die Hisbollah bestimmte Waffenlieferung abgefangen. Nach Angaben des syrischen Innenministeriums enthielt sie Langstreckenraketen, Panzerabwehrraketen und Drohnen.

Sicherheitsexperten sehen in dem behaupteten Angriff auch eine mögliche Warnung an die syrische Führung. Teheran könnte demnach versucht haben, Damaskus von weiteren Maßnahmen gegen den Waffenschmuggel aus dem Irak zur Hisbollah abzuhalten. Ein direkter Zusammenhang ist bislang jedoch nicht bestätigt.

Titelbild: Eine iranische Qader-Marschflugkörperanlage während einer Militärübung, Symbolbild. Bild: Medhi Marizad für Fars Media Corporation, CC BY 4.0/Wikimedia Commons

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