
Israel erreicht Platz zwei im Big-Mac-Index des „Economist“
JERUSALEM, 03.08.2026 (DR) – Israel ist im aktuellen Big-Mac-Index des britischen Wirtschaftsmagazins The Economist vom achten auf den zweiten Platz gestiegen. Ein Big Mac kostet in Israel mittlerweile deutlich mehr als sein amerikanisches Pendant – nur in der Schweiz ist der Hamburger nach der Umrechnung in US-Dollar noch teurer.
Warum Israel im Ranking gestiegen ist
Zwei Entwicklungen erklären den Sprung: Im Februar erhöhte McDonald’s Israel den Preis für einen Big Mac um 15 Prozent, von 20 auf 23 Schekel. Anfang 2025 hatte der Hamburger noch 17 Schekel gekostet.
Zugleich legte der Schekel seit Jahresbeginn spürbar gegenüber dem Dollar zu. Damit traf ein höherer Preis in Schekeln auf einen stärkeren Wechselkurs. Beides erhöhte den in Dollar berechneten Preis des Big Mac. Die 23 Schekel entsprachen rund 7,40 Dollar. In den USA kostete der Burger 6,22 Dollar.
Der israelische Preis liegt damit rund 19 Prozent über dem amerikanischen Vergleichswert. Im Januar hatte der Unterschied noch bei etwa vier Prozent gelegen. Der starke Anstieg zeigt, wie sehr sich die Preiserhöhung und die Aufwertung des Schekels gemeinsam auf das Ergebnis ausgewirkt haben.
Vereinfachter Vergleich der Kaufkraft
The Economist hat den Big-Mac-Index 1986 eingeführt, um das wirtschaftliche Prinzip der Kaufkraftparität anschaulich zu erklären. Vereinfacht ausgedrückt sollte ein vergleichbares Produkt nach der Umrechnung in dieselbe Währung überall ähnlich viel kosten.
Der Big Mac eignet sich für den Vergleich, weil McDonald’s ihn in zahlreichen Ländern anbietet. Sein Preis hängt unter anderem von Lebensmitteln, Löhnen, Mieten, Energie, Transport und Steuern ab.
Der Index ist jedoch kein umfassender Vergleich der Lebenshaltungskosten. Der zweite Platz bedeutet daher nicht, dass Israel insgesamt das zweitteuerste Land der Welt ist. Er zeigt zunächst nur, dass der israelische Big Mac zum verwendeten Wechselkurs den zweithöchsten Dollarpreis hatte.
Unabhängig davon bestätigen umfassendere OECD-Vergleiche das hohe Preisniveau in Israel. Besonders Lebensmittel und Wohnkosten sind im internationalen Vergleich teuer.
Titelbild: Eine McDonald’s-Filiale in Or Jehuda, Symbolbild. Foto: Yossi Aloni/Flash90