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Miliz im Gazastreifen: „Wir glauben nicht, dass die Hamas entwaffnen wird“

JERUSALEM 03.08.2026 (LS) – Der von US-Präsident Donald Trumps Friedensrat angekündigte und angeblich von der Hamas gebilligte Entwaffnungsplan „wird nicht umgesetzt werden“, erklärte eine mit Israel verbundene palästinensische Milizquelle der Jerusalem Post. Während Trump den Hamas-Entwaffnungsdeal als „historischen Durchbruch“ feiert, sind jene, die Hamas von innen kennen, weit weniger optimistisch. Derweil schlägt die israelische Armee (IDF) im Gazastreifen weiter zu.

„Hamas wird sich nicht entwaffnen – das ist leeres Gerede“

Palästinensische Gegner der Hamas im Gazastreifen halten eine freiwillige Entwaffnung der Hamas schlicht für unmöglich. „Die Abgabe ihrer Waffen wäre für Hamas ein suizidaler Schritt. Wenn es keine Waffen gibt, gibt es keine Hamas.“

Die Quelle verwies auf eine weitere Dimension: Innerhalb Gazas warten Familien, Clans und einfache Bewohner, die unter Hamas gelitten haben, auf eine Gelegenheit zur Abrechnung. „Familien, Clans und sogar gewöhnliche Menschen, die von Hamas ins Visier genommen wurden, warten darauf, mit der Organisation abzurechnen – egal wie lange es dauert. Menschen, die gefoltert, misshandelt oder deren Angehörige von Hamas getötet wurden, werden ihr niemals vergeben.“ Genau deshalb, so die Quelle, werde Hamas ihre Waffen niemals freiwillig aufgeben.

Hamas-Chefunterhändler Ghazi Hamad bestätigte gegenüber Al Jazeera, die Terrororganisation werde keine Schritte zur Entwaffnung unternehmen, bevor Israel seine Truppen vollständig aus Gaza abzieht. Ein anderer Hamas-Offizieller erklärte gegenüber Reuters, die Gruppe werde die Waffen nur dann abgeben, wenn Israel frühere Waffenstillstandsverpflichtungen erfülle – darunter ein Ende der Angriffe auf Gaza und mehr humanitäre Hilfe.

Israel besteht auf vollständiger Entwaffnung – ohne Rückzug

Israel beharrt seinerseits auf vollständiger Entwaffnung der Hamas einschließlich der Entfernung aller Waffen aus Gaza als Vorbedingung für jeden Rückzugsprozess. Ein israelischer Offizieller erklärte, das derzeit diskutierte 15-Punkte-Dokument erfülle diese Anforderungen nicht ausreichend. Es werde keinen israelischen Rückzug von der Gelben Linie im Gazastreifen geben, bevor Hamas entwaffnet und der Gazastreifen vollständig demilitarisiert sei.

Ein mit den diplomatischen Bemühungen vertrauter US-Insider wies darauf hin, dass Hamas nicht mehr die alleinige Entscheidungsinstanz sei und weniger Kontrolle über Gaza habe als früher: „Hamas bestimmt nicht mehr allein das Tempo.“ Doch selbst wenn das stimmt – eine Organisation, die sich seit 1987 über Waffengewalt definiert, gibt ihre Waffen nicht freiwillig ab.

IDF tötet Hamas- und PIJ-Terroristen

Parallel zu den Entwaffnungsdebatten setzt die IDF ihre Operationen in Gaza fort. Die IDF tötete zwei Zugführer des Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) sowie einen stellvertretenden Kompaniekommandeur der Hamas in Präzisionsschlägen im Gazastreifen. Die Terroristen planten laut Militär unmittelbar bevorstehende Angriffe auf IDF-Soldaten. Zuvor hatte die israelische Armee drei Hamas-Waffenlager in Zentralgaza ausgeschaltet, die Abschussvorrichtungen, Mörsergranaten, Panzerabwehrraketen, Sprengvorrichtungen und Schusswaffen enthielten.

Das Bild, das sich ergibt, ist eindeutig: Während Washington über Entwaffnung verhandelt, bereitet Hamas aktiv neue Angriffe vor – und die IDF muss täglich verhindern, dass diese Pläne umgesetzt werden.

Titelbild: Mitglieder der Qassam-Brigaden der Hamas im Gazastreifen. Foto: Attia Muhammed/Flash90

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