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„Tanzende Jugendliche in die Luft jagen“: 20-Jähriger plante IS-Anschlag auf Diskothek in Beer Sheva

BEER SHEVA, 21.08.2026 (TPS/NH) – Was wie eine dramatische Episode der israelischen Erfolgsserie Fauda klingt, ist für die Menschen im Süden Israels zur eiskalten Realität geworden. Erst jetzt haben die israelischen Behörden Einzelheiten zu einem vereitelten „Mega-Anschlag“ auf die renommierte Diskothek „Forum“ in Beer Sheva zur Veröffentlichung freigegeben. Israel entging nur knapp einer verheerenden Katastrophe. Der 20-jährige Beduine Abdullah G. aus dem nahegelegenen Segev Shalom wurde nach einer gemeinsamen Operation des Inlandsgeheimdienstes Shabak und der Polizei festgenommen und am vergangenen Dienstag angeklagt.

Ermittlungen zeigten ein erschreckendes Bild

Der 20-jährige Verdächtige hatte sich seit 2022 über soziale Medien radikalisiert, IS-Propaganda konsumiert und Kontakt zu ausländischen Terroraktivisten aufgenommen, um sich dem Islamischen Staat (IS) in Syrien, im Jemen oder in Afghanistan anzuschließen. Seine Pläne für den Anschlag in Beer Sheva zeugten von einem ausgeprägten Vernichtungswillen. Er plante, ein mit Gasflaschen und Sprengstoff beladenes Auto vor dem vollbesetzten Nachtclub fernzuzünden, um möglichst viele Menschen zu töten. Auf die Frage, wen er im Club treffen wollte, antwortete er: „Ich wollte die tanzenden Jugendlichen dort in die Luft jagen, egal ob Juden oder Araber.“ Für den Bau der Bombe besorgte er sich über YouTube Anleitungen und versuchte, Schwefel aus Streichhölzern sowie landwirtschaftlichen Kalk zu mischen. Zudem hortete er ein großes illegales Waffenarsenal, darunter M-16-Gewehre, Kalaschnikows sowie schwere Maschinengewehre.

Wenn Diskotheken zu Schlachtfeldern werden

Der verhinderte Anschlag reißt bei vielen Israelis alte Wunden auf und erinnert an eines der schmerzhaftesten Kapitel der Zweiten Intifada: das Dolphinarium-Massaker in Tel Aviv. Am Freitagabend des 1. Juni 2001 sprengte sich ein Hamas-Selbstmordattentäter inmitten einer dichten Schlange wartender junger Menschen vor dem Club „Dolphi“ am Strand von Tel Aviv in die Luft. Der Terrorist mischte sich unter die Jugendlichen und zündete eine mit Nägeln, Schrauben und Metallteilen präparierte Bombe. 21 Menschen wurden bei dem Attentat getötet, mehr als 120 weitere verletzt. Allein die Schule „Shevach Moffet“ in Tel Aviv verlor damals sieben ihrer Schüler.

Israelische Sicherheitskräfte stürmten die Wohnung des Angeklagten und fanden dort ein großes Waffenarsenal. Foto: Police Spokesperson
Die tiefen Wunden und die Folgen bis heute

Die Folgen des Dolphinarium-Anschlags sind in der israelischen Gesellschaft auch nach 25 Jahren präsent. „Wir sind als an der Seele Verletzte zurückgeblieben“, beschreiben Opfer die unsichtbaren, aber tiefen Wunden des Terrors. Der Schmerz der betroffenen Familien über den Verlust ihrer Kinder ist bis heute nicht vergangen.

Dass Beer Sheva in diesem Sommer durch die Arbeit des Inlandsgeheimdienstes und der israelischen Polizei vor einem ähnlichen Schicksal bewahrt wurde, unterstreicht die existenzielle Bedeutung der israelischen Sicherheitsorgane, die Tag für Tag zwischen dem pulsierenden Leben der israelischen Bürger und der Bedrohung durch Terror stehen.

Trotz der ständigen Bedrohung beweist das israelische Volk eine unerschütterliche Lebensfreude und Resilienz. Israel wird weiter tanzen, weiter leben und sich niemals dem Terror beugen.

Titelbild: Der mutmaßliche Terrorist Abdullah G. plante einen Anschlag auf die Forum-Diskothek in Beer Sheva. Foto: Police Spokesperson

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