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Terrorunterstützer unter dem Deckmantel wohltätiger Arbeit – Israel geht gegen fragwürdige Organisationen vor

JERUSALEM 15.10.2026 (LS) – Israelische Sicherheitskräfte sind in Judäa und Samaria, dem sogenannten Westjordanland, gegen zwei Organisationen vorgegangen, die nach israelischen Angaben unter dem Deckmantel wohltätiger Arbeit Terrororganisationen unterstützen. Bei den Einsätzen in Ramallah und Yatta wurden fünf mutmaßliche Mitglieder der Netzwerke festgenommen.

Razzia in Ramallah: Unterlagen und Computer beschlagnahmt

Am Dienstag durchsuchten Soldaten der israelischen Armee (IDF) und Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet die Büros der Addameer Prisoner Support and Human Rights Association in Ramallah. Dabei beschlagnahmten sie nach Angaben der Sicherheitskräfte Computer, Dokumente und Scheckbücher.

Israel wirft Addameer vor, Verbindungen zur Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) zu unterhalten und rechtliche Unterstützung für Terroristen zu leisten. Die Organisation präsentiert sich als Menschenrechtsvereinigung, die sich insbesondere für palästinensische Gefangene einsetzt. Die israelischen Sicherheitskräfte erklären dagegen, sie habe auch Personen unterstützt, die an Anschlägen beteiligt gewesen seien, darunter Verantwortliche für den Mord an der 17-jährigen Rina Shnerb im Jahr 2019.

Auch Yatta im Visier der Sicherheitskräfte

Ein weiterer Einsatz richtete sich gegen die Islamic Society for Orphans Welfare in Yatta. Nach Angaben der israelischen Sicherheitskräfte soll die Einrichtung Geld an die Hamas weitergeleitet und Familien von Hamas-Terroristen und Gefangenen unterstützt haben. Bei der Durchsuchung seien Gegenstände mit Kennzeichnungen beschlagnahmt worden, die nach Einschätzung der Behörden mit der Finanzierung der Hamas in Verbindung stehen.

Die gemeinsamen Einsätze richteten sich laut Sicherheitsvertretern gegen Einrichtungen, die offiziell soziale oder wohltätige Aufgaben erfüllen, tatsächlich aber auch zur Finanzierung und organisatorischen Unterstützung terroristischer Gruppen genutzt würden. Insgesamt wurden fünf Personen festgenommen, denen eine Zusammenarbeit mit der Hamas beziehungsweise der PFLP vorgeworfen wird.

Der Einsatz verdeutlicht den Ansatz der israelischen Sicherheitsbehörden, nicht nur gegen bewaffnete Mitglieder von Terrororganisationen vorzugehen, sondern auch gegen mutmaßliche Finanzierungs- und Unterstützungsnetzwerke. Entscheidend für die weitere rechtliche Bewertung werden die Beweise sein, die bei den Durchsuchungen sichergestellt wurden, und die Ergebnisse der Ermittlungen.

Titelbild: Israelische Einsatzkräfte nehmen Verdächtige bei einer Razzia fest. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

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