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Verteidigungsminister Katz droht mit Ausweitung der Sicherheitszone im Libanon – IDF zerstört 540 Hisbollah-Anlagen und entlarvt das Versagen der libanesischen Armee

JERUSALEM 21.10.2026 (LS) – Verteidigungsminister Israel Katz warnt: Greift die Hisbollah gemeinsam mit dem Iran an, verliert sie Nabatieh und das Gebiet bis zum Litani, das dann dauerhaft zur israelischen Sicherheitszone gehört. Zugleich hat die israelische Armee (IDF) in den vergangenen Wochen über 540 Terrorstandorte im Südlibanon zerstört und mit Videomaterial belegt, dass die libanesische Armee ein Hisbollah-Waffenlager trotz Zusage nicht ausgeräumt hat.

Katz: „Mehr als eine Million Schiiten werden vertrieben”

Bei einem Besuch in der Pufferzone im Südlibanon fand Katz deutliche Worte: „Wenn die Hisbollah sich dem Iran bei einem Angriff auf Israel anschließt, wird sie einen schweren Schlag erleiden und zusätzliches Territorium im Südlibanon verlieren – in den Gebieten von Nabatieh und am Litani, die Teil der dauerhaften israelischen Sicherheitszone werden.”

Die IDF sei auf eine Bodenoffensive vorbereitet. Auch Dahiyeh, die Hochburg der Hisbollah im Süden Beiruts, werde dann geräumt und ihre Terrorinfrastruktur zerstört. „Mehr als eine Million Schiiten werden im Libanon vertrieben”, so Katz. Über Hisbollah-Chef Naim Qassem äußerte er: „Nasrallah hat die schiitische Gemeinschaft des Libanon ins Unglück gestürzt, bevor er eliminiert wurde. Naim Qassem könnte sie vollständig vernichten – bis auch er eliminiert wird.”

Katz warnte zudem vor Versuchen des Irans und seiner Stellvertreter, mit Anschlägen die israelische Wahl am 27. Oktober zu beeinflussen. Zugleich bekräftigte er: Die IDF zieht sich nicht aus dem Südlibanon zurück, solange die Hisbollah nicht im ganzen Land entwaffnet ist. In einem Fernsehinterview erklärte er, über 60 Dörfer mit rund 23.000 Häusern seien zerstört worden, weil sie der Hisbollah als militärische Stützpunkte dienten.

540 Terrorstandorte zerstört, 150 Waffen sichergestellt

Parallel dazu meldet die IDF eine Bilanz der 91. Division: In den vergangenen Wochen zerstörten ihre Soldaten in der Sicherheitszone über 540 Terrorstandorte, darunter Waffenlager, befestigte Stellungen und unterirdische Anlagen. Die Einsätze liefen in Khiam, Tayr Harfa, Meiss El Jabal und Majdal Zoun. Gefunden wurden mehr als 150 Waffen – Raketen, Panzerabwehrraketen, Artilleriegeschütze, Abschussrampen, Sprengsätze, Granaten und Kalaschnikows. Ingenieureinheiten sprengten die Anlagen, damit die Hisbollah sie nicht wieder aufbauen kann. Die IDF betont, sie halte am Waffenstillstand fest und werde weiter handeln, um einen Wiederaufbau der Terrororganisation zu verhindern.

Libanesische Armee: Worte statt Taten

Besonders brisant ist, was die IDF am Dienstag veröffentlichte: Ein Waffenlager der Hisbollah bei Kfarra war im Dezember 2025 über den US-geführten Überwachungsmechanismus an die libanesische Armee übergeben worden. Diese erklärte später, die Anlage sei geräumt. Doch Monate danach zeigen IDF-Aufnahmen, wie Hisbollah-Terroristen dort Waffen auf einen Lastwagen laden. Die Luftwaffe schlug anschließend zu.

Der Militärische Nachrichtendienst geht noch weiter: Teile der libanesischen Armee hätten sich mit der Hisbollah abgestimmt, um Maßnahmen zu verzögern oder zu vereiteln. So gaben sie der Terrororganisation Zeit, Waffen vorab wegzuschaffen. Schon die libanesische Operation „Homeland Shield” 2025 habe die militärischen Fähigkeiten der Hisbollah nicht beseitigt. Nach den Vereinbarungen von 2024, die bis zur Operation Brüllender Löwe galten, war die libanesische Armee für die Räumung des Südens zuständig. Die IDF erwartet nun, dass sie „entschlossener und wirksamer” handelt.

Die Botschaft aus Jerusalem ist klar: Solange Beirut nicht liefert, bleibt die IDF im Südlibanon und wird bei Bedarf weiter vorrücken.

Titelbild: Israelische Soldaten patrouillieren am 19. Oktober 2026 entlang der israelisch-libanesischen Grenze. Foto: Ayal Margolin/Flash90

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