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UNRWA-Lehrerin berichtet über Judenhass und Hamas-Verherrlichung an Schulen in Gaza

JERUSALEM, 22.10.2026 (DR) – Eine langjährige Lehrerin des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) hat schwere Vorwürfe gegen den Unterricht an Schulen im Gazastreifen erhoben. Lehrer hätten Schülern Judenhass vermittelt und den Kampf der Hamas gegen Israel verherrlicht. Als sie dagegen protestierte, sei sie bedroht worden.

Lehrerin mit Schere bedroht

Die 40-jährige Geografielehrerin arbeitete nach eigenen Angaben 15 Jahre für UNRWA. Gegenüber der New York Post berichtete sie, sie habe sich ursprünglich von einer UNO-Schule erhofft, Kinder vor der Gewaltideologie der Hamas schützen zu können. Stattdessen sei sie über die vermittelten Inhalte entsetzt gewesen. So habe ein Geschichtslehrer einer sechsten Klasse die Juden für das Leid der Palästinenser verantwortlich gemacht und die Gründung der Hamas als Antwort auf historisches Unrecht dargestellt.

Eine weitere Lehrerin habe Schülerinnen aufgefordert, den Kampf der Hamas gegen Juden fortzusetzen. Nach einem heftigen Streit mit dieser Kollegin sei sie einige Tage später von einer leitenden Schulmitarbeiterin bedroht worden. Diese habe dabei eine Schere in der Hand gehalten. „Wir werden dafür sorgen, dass du dir den Tod wünschst. Und wenn du nicht aufhörst zu widersprechen, schneiden wir dir die Zunge heraus“, zitierte sie die Drohung.

Aus Angst um ihre Familie habe sie ihre Einwände daraufhin eingestellt. An die Schulleitung habe sie sich nicht gewandt, da sie mögliche Verbindungen zur Hamas befürchtete. Die Schule in Gaza-Stadt diene inzwischen als Unterkunft für Vertriebene. Die Zeitung veröffentlichte den Namen der Lehrerin aus Sicherheitsgründen nicht.

Jahrzehntelange Probleme an UNRWA-Schulen

Die Vereinten Nationen sind bereits seit den 1960er-Jahren mit israelfeindlichen Unterrichtsinhalten an UNRWA-Schulen konfrontiert. Dennoch bestehen die Probleme bis heute. Ein Bericht des US-Rechnungshofs vom Januar 2026 dokumentiert, dass UNRWA frühere Versuche, problematische Schulbuchinhalte zu entfernen, nach Protesten von Lehrern rückgängig machte.

Hinzu kommen Verbindungen von UNRWA-Mitarbeitern zur Hamas. Im September 2026 kritisierte die Organisation UN Watch in einem Bericht über die internen Reformen des Hilfswerks, dass UNRWA seine Mitarbeiter anhand einer UNO-Sanktionsliste überprüft, auf der weder die Hamas noch der Palästinensische Islamische Dschihad stehen. Mitgliedschaften in diesen Terrororganisationen lassen sich durch diesen Abgleich somit nicht feststellen. UN Watch warf UNRWA zudem vor, seine Fortschritte bei den von der UNO beschlossenen Reformen erheblich übertrieben zu haben.

Lehrerin warnt vor mehr Radikalisierung

Angesichts des Krieges im Gazastreifen befürchtet die Lehrerin eine weitere Radikalisierung der Kinder. Die jahrelange Verherrlichung von Gewalt und der Hass auf Juden könnten dazu beitragen, dass eine weitere Generation heranwächst, die zu Gewalttaten wie dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 bereit ist.

Die Lehrerin sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf. Nach ihren Erfahrungen reicht es nicht aus, lediglich die Unterrichtsinhalte zu kontrollieren. Ebenso entscheidend sei, wer vor den Kindern steht und ihnen diese Inhalte vermittelt.

Titelbild: Palästinensische Kinder in Gaza-Stadt beim Schulunterricht (Archivbild 2025). Foto: Ali Hassan/Flash90

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