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Terror bei Hebron: Israel trauert um zwei erschossene Soldaten und kündigt massive Maßnahmen an

HEBRON, 23.10.2026 (TM) – Zwei schwer bewaffnete Palästinenser haben am Freitag an einem Militärkontrollpunkt in der Nähe der Stadt Hebron das Feuer eröffnet. Sie töteten zwei Soldaten und verwundeten drei weitere in einem mehr als 20-minütigen Feuergefecht, bevor sie selbst erschossen wurden.

Bei den getöteten Soldaten handelte es sich nach Armeeangaben um den 23-jährigen Ron Yonatan Roytman aus Aschkelon und den 20-jährigen Yuval Shai Svilem aus Hod Hascharon. Beide dienten im 775. „Ari“-Bataillon der Such- und Rettungsbrigade des Heimatfrontkommandos. Roytman war Gruppenführer. Sie kontrollierten am Morgen routinemäßig palästinensische Fahrzeuge, die die Stadt verließen. Die Angreifer stiegen in einer Seitenstraße aus ihrem Auto, bewaffnet mit einem M4-Karabiner und einer Pistole. Im Schutz der umliegenden Gebäude eröffneten sie das Feuer.

Israelische Truppen am Tatort. Foto: Wisam Hashlamoun/Flash90.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ordnete daraufhin an, Hebron abzuriegeln und das gesamte Westjordanland (Judäa und Samaria) für Ein- und Ausreisen zu sperren. Die Terrororganisation Hamas – die in Hebron stark vertreten ist – bezeichnete die Schießerei als „heldenhaft“, übernahm jedoch keine Verantwortung dafür.

Beide Täter stammen aus Hebron

Nach einer ersten Untersuchung teilten die israelischen Streitkräfte mit, dass die Bewaffneten ihrer Einschätzung nach einen größeren Anschlag auf israelische Zivilisten an der Straße 35 geplant hätten. Als sie erkannt hätten, dass sie die Schnellstraße nicht erreichen könnten, hätten sie stattdessen am provisorischen Kontrollpunkt das Feuer eröffnet. Der stellvertretende Kommandeur des Ari-Bataillons sowie ein Offizier des 101. Bataillons der Fallschirmjägerbrigade, die in der Nähe waren, umzingelten die beiden in der Seitenstraße und töteten sie. Nach Behördenangaben handelte es sich um Mohammed J. und Firas J., zwei 27-jährige Einwohner Hebrons. Sie hätten derselben Großfamilie angehört, seien verheiratet gewesen und jeweils Vater von zwei Kindern.

Generalstabschef Eyal Zamir sagte: „In dem Fahrzeug, mit dem die Terroristen am Ort des Anschlags ankamen, wurde eine große Menge Munition gefunden, die für die Durchführung eines groß angelegten Anschlags bestimmt war.“

Netanjahu: Soldaten sollen von Haus zu Haus gehen

Netanjahu erklärte: „Wir werden die Terroristen der Hamas und diejenigen, die sie entsenden, verfolgen, wo immer sie sich befinden und zu jeder Zeit. Ihr könnt euch nirgendwo verstecken!“ Er kündigte an, die Armee werde in Hebron nach dem Vorbild der Einsätze in den Flüchtlingslagern vorgehen: Soldaten würden von Haus zu Haus gehen und die Terrorinfrastruktur zerschlagen. Erweise sich dieses Vorgehen als wirksames Mittel gegen den Terror, könne es künftig auf weitere Städte ausgeweitet werden.

Nach dem Anschlag forderte der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, die Auflösung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Die in Ramallah ansässige PA verwaltet die wichtigsten palästinensischen Städte, darunter den größten Teil Hebrons.

Avigdor Lieberman von der oppositionellen Partei Israel Beitenu schrieb auf X: „Wie viele Anschläge müssen wir noch hinnehmen, bevor wir begreifen, dass diese Politik der Eindämmung nicht weitergehen kann? Terror muss man ausmerzen, man darf ihn nicht eindämmen!“

Vor der Parlamentswahl am Dienstag, 27. Oktober, bleibt die Armee in höchster Alarmbereitschaft.

Titelbild: Bei einem Anschlag nahe Hebron getötet: Ron Yonatan Roytman (links) und Yuval Shai Svilem. Fotos: IDF

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