
Bei Razzien in Judäa und Samaria beschlagnahmen Sicherheitskräfte Terrorgelder in Millionenhöhe
Jerusalem, 28.05.2025 (NH) – Die israelische Grenzpolizei und weitere Sicherheitskräfte haben in ganz Judäa und Samaria, von Hebron bis Jenin, Anti-Terror-Operationen durchgeführt. Bei den massiven Razzien konnten die Sicherheitsbeamten nicht nur dreißig gesuchte Personen verhaften, sondern auch über sieben Millionen Schekel beschlagnahmen, die zur Finanzierung von Terroranschlägen gedacht waren. Seit Beginn des jüngsten Gaza-Krieges haben die Sicherheitskräfte in der sogenannten Westbank mehr als 30 Millionen Schekel, umgerechnet 1,75 Millionen Euro, an Terrorgeldern beschlagnahmt.
Terrorgelder und großes Waffenarsenal
Im Rahmen der andauernden Razzien im sogenannten Westjordanland operierten am Dienstagmorgen große Einheiten der Grenzpolizei und der Bezirkspolizei von Judäa und Samaria zusammen mit Streitkräften der Armee, dem Inlandsgeheimdienst und der örtlichen Zivilverwaltung zur Beschlagnahmung von Terrorgeldern. Von Hebron bis Jenin durchsuchten die Sicherheitskräfte Geschäfte und Einkaufzentren, die im Verdacht stehen, für die Überweisung und den Wechsel von Geldern für terroristische Zwecke genutzt zu werden.
Während der Razzien konnten die Streitkräfte etwa sieben Millionen Schekel (umgerechnet 1,75 Millionen Euro) beschlagnahmen. Die Terrorgelder setzten sich aus Hunderttausenden Schekel, Zehntausenden Dollar, Tausenden Euro, Zehntausenden jordanischen Dinar sowie anderen Münzen und Gold zusammen. Tatsächlich wurden seit Beginn der massiven Anti-Terror-Razzien in Judäa und Samaria laut Polizeiangaben etwa 30 Millionen Schekel, umgerechnet 7,5 Millionen Euro, beschlagnahmt. Laut Militär stammen die beschlagnahmten Gelder zum größten Teil aus der Türkei und dem Iran und sollten Terroranschläge im sogenannten Westjordanland und in anderen Teilen Israels finanzieren.

Palästinensische Medien wüten
Neben den Terrorgeldern nahmen die Sicherheitskräfte weitere 30 Verdächtige fest und beschlagnahmten eine große Menge technischer Ausrüstung sowie Computer- und Büroausstattung, Banknotenzählmaschinen, Tresore und ein großes Waffenarsenal. Die Angeklagten stehen unter dem Verdacht der Geldwäsche, der Beteiligung am Terrorismus und des Handels mit Terrorgeldern. Sie wurden für weitere Verhöre an die Ermittlungsabteilung der israelischen Grenzpolizei in der Region überstellt.
Das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah veröffentlichte am Abend, bei den Razzien sei eine Person getötet und neun weitere verletzt worden. Sanitäter des „Roten Halbmonds” berichteten, einer ihrer Krankenwagen wurde bei der Evakuierung eines verwundeten Mannes in Nablus von einer Blendgranate getroffen.
In den palästinensischen Medien wurden Fotos und Aufnahmen geteilt, die israelische Armee-Einheiten in Privathäusern, großen Einkaufszentren und sogar Restaurants während der Razzien zeigen.

Die Streitkräfte werden weiterhin gegen den Terror vorgehen
Brigadegeneral Niso Guetta, Kommandeur der Grenzpolizei von Judäa und Samaria, erklärte, dass die Polizisten „seit den frühen Morgenstunden viele Geschäfte im gesamten Sektor Judäa und Samaria durchsuchten und riesige Geldsummen beschlagnahmten, die für den Terrorismus bestimmt waren”.
„Razzien dieser Art sind ein wichtiger Bestandteil des gesamten Kampfes gegen die terroristische Infrastruktur in Judäa und Samaria. Sie reihen sich in andere Anti-Terror-Aktivitäten ein, die wir Nacht für Nacht durchführen. Dazu gehören die Verhaftung gesuchter Personen, die Durchsuchung nach Waffen und eine Vielzahl operativer Aktivitäten“, so der Brigadegeneral. „Die Grenzpolizei wird weiterhin mit Entschlossenheit und in enger Zusammenarbeit mit allen Sicherheitsbehörden arbeiten, um die Finanzierung des Terrorismus auszumerzen.“
Titelbild: Schekel, Dollar und Euro: Die israelischen Streitkräfte konfiszierten riesige Summen von Terrorgeldern in sogenannten Geldwäsche-Geschäften. Foto: Polizeisprecher