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***GERETTET*** Die Gesichter & Geschichten hinter den Geiseln – Andrej Koslow

JERUSALEM, 19.12.2023 (NH) – Wir wollen den Geiseln in Gaza ein Gesicht geben und ihre Geschichte erzählen. Wir wollen gemeinsam unseren Alltag für ein paar Minuten anhalten und für die Heimkehr eines jeden Einzelnen beten.

„Wer auch nur ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“ (Mischna, Sanhedrin 4:5)

Andrej Koslow (27), Rishon Le’Zion

Der 27-jährige Andrej ist vor etwa einem Jahr allein aus Liebe zum Heiligen Land von Russland nach Israel eingewandert. Er lebt in der Küstenstadt Rishon Le’Zion mit Freunden aus dem bekannten Masa-Projekt. Die Organisation „Masa Israel“ widmet sich Karriere- und Führungskräfteentwicklungsprogrammen für junge Juden aus der ganzen Welt. Andrej geht gerne spazieren und ist begeisterter Surfer. 

Andrej war als Wachmann auf der Nova-Party in der Nähe des Re’im Kibbuz tätig. Der Kontakt zu ihm brach in den frühen Samstagmorgenstunden ab. Andrej schaffte es, Nachrichten an Freunde zu schicken. Er berichtete, Terroristen seien in die Gegend eingedrungen und er suche vergeblich nach einem Versteck. Das letzte Mal hörten Andrejs Freunde von ihm gegen 9:15 Uhr. Sein Mobiltelefon wurde an der Sa’ed-Kreuzung geortet – direkt gegenüber der Straße, die zu dem Kibbuz Kfar Azza führt. Das Dorf wurde zu dieser Zeit von Hunderten bewaffneter Terroristen überfallen. Danach verlief sich seine Spur und er galt wochenlang als vermisst. Erst drei Wochen später erfuhr seine Familie, dass ihr Sohn als Geisel nach Gaza entführt worden war. 

Andrej besitzt neben der israelischen auch die russische Staatsbürgerschaft. Seine Lebensgefährtin Jennifer Mester reiste als Teil einer Delegation nach Moskau, um die Befreiung russischer Geiseln zu ersuchen. Zwar tauchte sein Name auf den Geisel-Austauschlisten auf, aber die Hamas verhinderte seine Freilassung in letzter Minute. Für Jennifer rückt die Befreiung ihres Liebsten nun in weite Ferne.

Andrej, wir beten für Deine Rückkehr.

***UPDATE***

Die Geiselfamilien und die gesamte israelische Nation warteten 246 Tage lang auf diese Nachricht: Das israelische Militär hat am 8. Juni nach acht Monaten Gefangenschaft die Geiseln Andrej Kozlov (27), Noa Argamani (26), Almog Meir Jan (21) und Shlomi Ziv (40) aus zwei zivilen Wohnhäusern in Nuseirat im Herzen des zentralen Gazastreifens befreit. An der komplexen und waghalsigen Rettungsaktion waren hunderte Spezialkräfte der Armee und der Anti-Terror-Einheit der Grenzpolizei beteiligt. Da es sich bei der Palästinenserstadt Nuseirat um dicht besiedeltes Wohngebiet handelt, wurde die Operation über mehrere Wochen akribisch geplant, um die Opfer auf palästinensischer Seite zu minimieren.

Noa wurde getrennt von Andrej, Almog und Shlomi festgehalten. Die 26-Jährige befand sich in einem Wohnhaus im ersten Stock, die drei Männer wurden hunderte Meter weiter im dritten Stock eines anderen Gebäudes festgehalten. Alle Entführten befanden sich in der Gewalt palästinensischer ziviler Familien, die von der Hamas bezahlt wurden.

Die Rettung der vier Geiseln führte nicht nur zu Freudenausbrüchen im ganzen Land, sondern auch zu Feierlichkeiten unter Israelis im Ausland. Besonders bewegende Momente gab es bei der Wiedervereinigung der Entführten mit ihren Familien und Freunden. Andrej, Noa, Almog und Shlomi – Willkommen Zuhause!

‎Nach acht Monaten Gefangenschaft: Andrej Koslow weint vor Freude im Krankenhaus. Seine Eltern sind auf dem Weg von Russland‎ nach Israel. Foto: IDF Spokesperson
Forum der Familien und Freunde von Hunderten von unschuldigen Entführten, die von der Hamas als Geiseln genommen wurden.

Titelbild: Andrej Koslow. Foto: privat

 

 

 

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