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Hamas infiltriert und manipuliert Hilfsorganisationen – neue belastende Dokumente aus Gaza

JERUSALEM 04.12.2025 (LS) – Aus internen Dokumenten, die bei Kämpfen im Gazastreifen beschlagnahmt worden sind, geht hervor, dass die Hamas versucht hat, mehrere Hilfs- und Entwicklungsorganisationen zu unterwandern und deren Aktivitäten zu manipulieren. Der Bericht wirft ein neues Licht auf die Rolle von NGOs (Nichtregierungsorganisationen) im Gaza-Konflikt und mögliche Missbräuche von Hilfslieferungen.

Dokumente belegen gezielte Unterwanderung

Die beschlagnahmten Unterlagen aus Gaza zeigen, dass Hamas-Funktionäre aktiv Zugang zu mehreren Hilfsorganisationen suchten — mit dem Ziel, interne Abläufe und Verteilung von Hilfsgütern zu kontrollieren. Dabei soll nicht nur Einfluss auf Personalentscheidungen genommen worden sein – es wurde auch versucht, Gelder und Sachmittel umzuleiten. Laut Bericht wurde systematisch dokumentiert, wie Hilfsprojekte umdefiniert und Hilfslieferungen umgeleitet wurden, teils in Gebiete, die unter der Kontrolle der Hamas stehen, teils zur Versorgung von Mitgliedern der Organisation.

Die Dokumente enthalten Listen von NGO-Mitarbeitern, Kontaktdaten und Hinweise auf koordinierte Treffen zwischen Hamas-Funktionären und NGO-Vertretern. In mehreren Fällen seien Hilfslieferungen angekommen und direkt an Personen weitergegeben worden, die als Hamas-Angehörige identifiziert seien und nicht, wie offiziell deklariert, an Bedürftige. Der Bericht dokumentiert auch, wie die Hamas interne NGO-Projekte übernahm und mit eigenen Kontrollmechanismen ersetzte, wodurch die ursprüngliche humanitäre Funktion unterwandert wurde.

Bedeutung für humanitäre Hilfe und internationale NGOs

Der Bericht hat erhebliche Implikationen für internationale und lokale Hilfsorganisationen: Wenn NGOs systematisch infiltriert und manipuliert wurden, steht die Glaubwürdigkeit vieler Hilfsprojekte in Frage. Internationale Geldgeber und Staaten, die Mittel bereitstellen, könnten aufgrund dieser Vorwürfe zukünftige Hilfe zurückfahren oder strenger kontrollieren. Bereits jetzt begegnen mehrere Organisationen im Gaza-Konflikt wachsender Kritik und Forderungen nach transparenter Prüfung von Lieferketten und Empfängern.

Die in Gaza tätigen NGOs waren sich der Realitäten der Arbeit unter der Herrschaft der Hamas bewusst, so die Organisation „NGO Monitor“, die den Bericht analysierte. Die NGOs versäumten es jedoch, die Zwangsmaßnahmen und Ausbeutung durch die Hamas offenzulegen.

„Regierungen und internationale Organisationen planen, Milliarden von Dollar für den Wiederaufbau des Gazastreifens bereitzustellen, und werden mit zahlreichen NGOs zusammenarbeiten, um die Infrastruktur wiederaufzubauen, kommunale Dienstleistungen wie Versorgung und Bildung bereitzustellen und wahrscheinlich auch Bargeldzahlungen zu verteilen,“ so der Präsident von NGO Monitor, Prof. Gerald Steinberg, in einer Erklärung. „Wir wissen jetzt, welche NGOs und ihre lokalen Partnerorganisationen das Terrorregime der Hamas unterstützt haben.“

Titelbild: Das Welternährungsprogramm (WFP) versorgt Vertriebene in Gaza-Stadt mit Lebensmittelpaketen. Foto: Ali Hassan/Flash90

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