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Steve Witkoff und Jared Kushner treffen Netanjahu in Jerusalem – israelische Armee trainiert an der Nordgrenze und zerstört Terrortunnel in Gaza

JERUSALEM 25.01.2026 (LS) – Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind am Samstag in Israel eingetroffen, um sich mit Premierminister Benjamin Netanjahu zu treffen. Laut Reuters ging es in dem Treffen hauptsächlich um Gaza.

Witkoffs Gaza-Pläne stoßen auf Widerstand

Die USA hatten am Donnerstag Pläne für einen „neuen Gazastreifen” bekanntgegeben, der von Grund auf neu aufgebaut werden soll. Der Plan soll Wohntürme, IT-Zentren und Seebäder umfassen.

Kushner und Witkoff wollten mit Netanjahu auch über die laufenden Bemühungen zur Rückführung von Ran Gvili sprechen, der letzten verbliebenen Geisel in Gaza. Israel hat sich geweigert, die Lage im Gazastreifen vor der Rückgabe von Gvilis Leiche weiter zu entspannen. Gvilis Familie äußerte am Samstag ihre Besorgnis darüber, es werde Druck auf Israel ausgeübt, den Waffenstillstandsplan voranzutreiben, anstatt von der Hamas zu fordern, den Leichnam zurückzugeben. Regierungsverstreter in Jerusalem brachten in diesem Zusammenhang ihre Verärgerung gegenüber dem US-Sonderbeauftragten zum Ausdruck, da dieser Israel zur Öffnung des Grenzübergangs Rafah dränge.

Ein israelischer Vertreter, der anonym bleiben wollte, kritisierte Witkoff in einem Gespräch mit Ynet scharf hinsichtlich des Gaza-Friedensrates. „Witkoff hat darauf gedrängt, unseren größten Rivalen, die Türkei, an die Grenze zu bringen. Die Uhr tickt rückwärts in Richtung einer Konfrontation mit der Türkei, die eine echte Gefahr für unsere Sicherheit darstellen würde.“

Terrortunnel zerstört

In der letzten Woche waren Truppen der Kfir-Brigade unter dem Kommando der Gaza-Division östlich der Gelben Linie im Einsatz. Das Ziel war die Zerstörung von terroristischen Infrakstrukturen.

In Gaza gefundener Terrortunnel. Foto: Video-Screenshot/Israel Defense Forces

Im Rahmen ihrer Aktivitäten lokalisierten und zerstörten die Truppen gemeinsam mit der Yahalom-Einheit einen unterirdischen Tunnel. Der etwa einen Kilometer lange Tunnel befand sich im Gebiet der zentralen Lager, nur wenige hundert Meter von der israelischen Grenze entfernt. Der Tunnel enthielt Waffen und drei von Terroristen der Terrororganisation Hamas genutzte Verstecke.

Die Einheiten unter dem Südkommando verbleiben gemäß dem Waffenstillstandsabkommen in dem Gebiet. Sie werden weiterhin Maßnahmen ergreifen, um unmittelbare Gefahren abzuwenden, teilte das Militär mit.

Militärische Übungen an der Nordgrenze

Letzte Woche haben die Streitkräfte des Bataillons 401 eine brigadeweite Übung an der Nordgrenze abgeschlossen, die erste nach zwei Jahren Manövern im Gazastreifen.

Die israelische Armee trainiert verschiedene Notfallszenarien an der Nordgrenze. Foto: IDF Spokeperson’s Unit

Die Übung fand unter dem Kommando der Division 91 statt und hatte zum Ziel, die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte für verschiedene Notfallszenarien zu stärken und die Gemeinden in der Nähe der libanesischen Grenze zu verteidigen, wobei Lehren aus der Kampagne im Süden gezogen wurden.

Während der Übung befassten sich die Streitkräfte mit feindsimulierenden Szenarien, Verteidigung an mehreren Fronten, Evakuierung von Verwundeten unter Beschuss sowie logistischen und technologischen Reaktionen in Notfällen.

Titelbild: Der US-Gesandte Steve Witkoff (links) und Jared Kushner (rechts), Schwiegersohn von US-Präsident Trump, flankieren Premierminister Benjamin Netanjahu bei einer Kabinettssitzung am 9. Oktober 2025. Foto: Maayan Toaf/GPO

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