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Jemenitische Armee greift Flughafen von Sanaa an, um iranisches Flugzeug zu stoppen

JERUSALEM 14.07.2026 (LS) – Jemenitische Regierungskräfte haben am Montag die Landebahn des internationalen Flughafens von Sanaa angegriffen. Das jemenitische Verteidigungsministerium bestätigte, der Angriff sollte verhindern, dass ein iranisches Flugzeug auf dem von den Huthi kontrollierten Flughafen landet. Es landete jedoch später am Flughafen von Hodeidah im Jemen.

Zunächst hatten Medien berichtet, die saudische Luftwaffe sei für den Angriff verantwortlich gewesen. Auch die Huthi-Miliz selbst beschuldigte Saudi-Arabien. Saudi-Arabien ist der wichtigste militärische Unterstützer des Präsidialen Führungsrates, der international anerkannten jemenitischen Regierung. Riad hatte während des Bürgerkriegs, der 2014 begann, wiederholt Angriffe auf Huthi-Ziele durchgeführt, auch in Sanaa.

Warnungen an Iran und die Huthi

Das jemenitische Verteidigungsministerium erklärte jedoch, seine Kräfte hätten die Landebahn getroffen. Gleichzeitig veröffentlichte das Ministerium eine scharfe Warnung an Iran und die Huthi. Die Geduld der jemenitischen Regierung sei erschöpft, hieß es. Man werde auf jede Verletzung des jemenitischen Luftraums durch Iran und die Huthi reagieren.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte: „Die jemenitischen Streitkräfte haben erklärt, dass sie dem jemenitischen Volk gehören, insbesondere und allgemein.“ Weiter hieß es, die legitime jemenitische Regierung habe in Zusammenarbeit mit der regionalen und internationalen Gemeinschaft versucht, Iran und die Huthi-Milizen in Sanaa „mit allen diplomatischen und rechtlichen Mitteln“ davon zu überzeugen, keine iranischen Flugzeuge in den jemenitischen Luftraum eindringen zu lassen.

Bewohner von Sanaa berichteten von mehreren Luftangriffen in der Nähe des Flughafens, während Kampfflugzeuge über der Stadt kreisten. Sanaa steht seit Jahren unter Kontrolle der Huthi, während die international anerkannte Regierung ihren Sitz im südjemenitischen Aden hat.

Iranische Flüge als neuer Eskalationspunkt

Der Angriff auf die Landebahn kommt nur wenige Tage nach neuen Spannungen um direkte Flüge zwischen Teheran und Sanaa. Der jemenitische Informationsminister Moamar Al-Eryani hatte Iran und die Huthi bereits davor gewarnt, Direktflüge als Deckmantel für den Transport von militärischem Personal zu nutzen.

Die Huthi reagierten mit Drohungen. Ihr Sprecher Jahja Saree erklärte nach dem Angriff, die Reaktion werde „entschlossen“ sein. Der Angriff werde „nicht ohne Antwort und Strafe“ bleiben. Nach Huthi-nahen Berichten sprach er zudem davon, damit sei die Phase der Deeskalation in der Konfrontation mit Saudi-Arabien beendet.

Zusätzlich meldete Al-Eryani, die Huthi hätten ein Flugzeug des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz am Flughafen von Sanaa festgesetzt. Der Pilot und der Copilot würden dort festgehalten. Der Minister bezeichnete dies als „gefährliche Eskalation und eklatante Verletzung des internationalen humanitären Rechts“.

Huthi beschießen Saudi-Arabien

Als Anwort auf den vermeintlichen saudischen Beschuss des Sanaa-Flughafens feuerten die Huthi-Rebellen am Montagnachmittag ballistische Raketen auf Saudi-Arabien. Alle Raketen konnten abgefangen werden.

Der militärische Sprecher der Huthi, Yahya Saree, erklärte, man habe den internationalen Flughafen in der saudischen Stadt Abha ins Visier genommen. Die Angriffe sind die ersten, zu denen sich die Huthi seit Inkrafttreten eines informellen Waffenstillstands im März 2022 bekennen, der auf Angriffe der Huthi auf die saudische Energieinfrastruktur folgte.

Titelbild: Sanaa-Flughafen im Jemen. Foto: The New Arab Staff/Wikimedia Commons

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