
Gezielter Schlag gegen die Finanzierung des Terrors in Ost-Jerusalem
JERUSALEM, 27.08.2026 (NH) – In einer entschlossenen und präzisen Operation haben israelische Polizeikräfte, Einheiten des Verteidigungsministeriums sowie Grenztruppen die Häuser freigelassener Terroristen in Ost-Jerusalem durchsucht. Die Razzia basierte auf Beschlagnahmeanträgen, die von Verteidigungsminister Israel Katz unterzeichnet worden waren. Dabei stellten die Behörden fünf Luxusfahrzeuge, Goldschmuck und rund 96.000 Schekel (mehr als 27.000 Euro) in bar sicher. Die betroffenen Personen waren zuvor im Rahmen von Austauschdeals freigelassen worden. Zu den primären Zielen gehörten gefährliche Akteure wie Muhammad al-R., der 2002 an einem versuchten Selbstmordanschlag in Jerusalem beteiligt war, sowie der Hamas-Aktivist Ahed al-N., der 2001 an der Planung eines Autobombenanschlags in Pisgat Ze’ev mitgewirkt hatte.
Je blutiger die Tat, desto lukrativer
Der Hintergrund für das harte Vorgehen der israelischen Behörden sind weiterhin bestehende finanzielle Zuwendungen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) an freigelassene Terroristen. Dieses als „Pay for Slay“ bekannte System (Märtyrerfonds) wird von Kritikern als Belohnung für Terrorismus bezeichnet und soll rund sieben Prozent des jährlichen PA-Budgets ausmachen – weit über 257 Millionen Euro pro Jahr.
Die Funktionsweise des Systems ist seit Jahren Gegenstand scharfer Kritik. Die Höhe der monatlichen Zahlungen richtet sich nach der Haftdauer in Israel, die wiederum mit der Schwere und Brutalität der Tat korreliert. Die monatlichen Stipendien liegen zwischen 340 und fast 3.000 Euro und übersteigen den palästinensischen Durchschnittslohn bei Weitem. Kritiker und die israelische Führung betonen immer wieder, dass diese Praxis einen direkten Anreiz für Morde und brutale Terroranschläge darstelle.

Die PA-„Reform“ als diplomatisches Täuschungsmanöver
Eigentlich sollte die PA diese Zahlungen längst eingestellt haben. Unter massivem internationalem Druck unterzeichnete PA-Präsident Mahmud Abbas im Februar 2025 ein Dekret, das die Abschaffung des alten Auszahlungssystems vorsah. Doch dieses vermeintliche Ende entpuppte sich nach Berichten von Kritikern schnell als PR-Manöver der palästinensischen Führung.
Berichte des US-Außenministeriums und der Beobachtungsstelle Palestinian Media Watch enthüllten, dass die PA die umstrittenen Zahlungen verdeckt unter einem neuen Namen („Palästinensischer Nationalfonds für wirtschaftliche Stärkung“) fortführt. Allein im Jahr 2025 flossen so über 171 Millionen Euro an Terroristen und deren Familien. Um internationale Geberstaaten zu täuschen, tarnt die PA die Zahlungen nun als reguläre Sozialhilfeleistungen oder leitet sie heimlich über das Postnetzwerk weiter.
Nach Einschätzung israelischer Behörden und Kritiker zeigt dies, dass die PA ihrer Verpflichtung zur Bekämpfung des Terrorismus nicht ausreichend nachkommt und stattdessen versucht, die internationale Gemeinschaft über die Fortführung der Zahlungen hinwegzutäuschen.
Titelbild: Bei einer Razzia in Ost-Jerusalem beschlagnahmtes Bargeld aus den Häusern freigelassener palästinensischer Gefangener. Foto: Büro des israelischen Polizeisprechers