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Netanjahu bei Gedenkfeier zum 7. Oktober: Keine Hamas-Herrschaft mehr in Gaza

JERUSALEM 06.10.2026 (LS) – Israel hat mit einer staatlichen Gedenkzeremonie an den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 erinnert. Bei der Zeremonie auf dem Jerusalemer Herzlberg erklärte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Israel habe zwar große Erfolge erzielt, es lägen jedoch weiterhin Aufgaben vor dem Land. „In Gaza wird es keine Hamas-Herrschaft geben“, verkündete Netanjahu.

Netanjahu kündigt Fortsetzung des Kampfes an

In seiner Rede verwies Netanjahu auf die militärischen Auseinandersetzungen, die Israel seit dem 7. Oktober an mehreren Fronten geführt hat. Israel habe gegen Hamas, die Hisbollah, Iran und weitere Gegner gekämpft und dabei erhebliche militärische Erfolge erzielt.

Der Ministerpräsident betonte zudem, Israel werde seine Gegner weiterhin verfolgen. Die israelische Armee werde weiterhin gegen alle vorgehen, die am Angriff auf Israel beteiligt gewesen seien oder Geiseln festgehalten hätten. Sie würden zur Verantwortung gezogen. Auch gegenüber der Hisbollah im Libanon werde Israel den militärischen Druck aufrechterhalten. Gleichzeitig erklärte Netanjahu, Israel strebe eine Möglichkeit für Frieden mit dem Libanon an, da die Mehrheit der Bevölkerung dort nach seiner Einschätzung Frieden mit Israel wünsche.

Mit Blick auf Iran erklärte Netanjahu, Israel werde nicht zulassen, dass die Islamische Republik die Existenz Israels bedrohe. Er bezeichnete das iranische Regime als so schwach wie seit seiner Gründung nicht mehr und Israel habe außerdem dessen regionale Verbündete zurückgedrängt.

Herzog und Zamir fordern Aufarbeitung

Bei den Gedenkveranstaltungen wurden allerdings auch andere Schwerpunkte gesetzt. Staatspräsident Isaac Herzog und Generalstabschef Generalleutnant Eyal Zamir betonten die Notwendigkeit einer umfassenden Aufarbeitung der Vorgänge, die den Angriff ermöglicht hatten.

Herzog warnte zugleich vor der zunehmenden politischen Polarisierung in Israel. Die Diskussion über die Verantwortung für das Versagen vor dem 7. Oktober ist zu einem politischen Streitpunkt geworden. Während vor allem linke Stimmen eine staatliche Untersuchungskommission fordern, lehnt Netanjahu eine solche Kommission bislang ab und unterstützt stattdessen eine politisch geführte Untersuchung. Viele rechtsgerichtete Israelis fordern eine unabhängige Kommission.

Die Gedenkveranstaltungen fanden im Rahmen des dritten Jahrestages des Hamas-Angriffs statt. Bei der Invasion wurden rund 1.200 Menschen getötet und 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Die Erinnerung an die Opfer und die Frage nach den politischen und sicherheitspolitischen Konsequenzen des 7. Oktober prägen damit weiterhin die israelische Debatte.

Titelbild: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält am 5. Oktober 2026 auf dem Herzlberg in Jerusalem eine Rede während einer staatlichen Gedenkfeier für die bei dem Massaker vom 7. Oktober ermordeten Zivilisten. Foto: Olivier Fitoussi/POOL

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